Molson Coors Brewing Company

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Molson Coors Brewing Company
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US60871R2094
Gründung 1873 (Coors), 1785 (Molson)
Zusammenschluss 2005
Sitz Colorado, Vereinigte Staaten
Montreal, Kanada
Leitung Andrew Molson (Vorsitzender)
Peter Swinburn (Präsident und CEO)[1]
Mitarbeiter 5.313[2]
Branche Brauerei
Website Molson Coors Brewing Company

Die Molson Coors Brewing Company ist die siebtgrößte Brauereigruppe der Welt.[3] Sie entstand am 9. Februar 2005, als die Coors Brewing Company den Zusammenschluss mit der kanadischen Brauerei Molson vollzog. Die Produkte werden in 50 Länder exportiert[4]. Das Unternehmen betreibt acht Brauereien in Kanada, sowie fünfzehn in den USA[5].

Das Unternehmen ist an der Börse von Toronto TSX, sowie an der NYSE Börse in New York notiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Coors Brewing Company war das wichtigste Tochterunternehmen der Adolph Coors Company. 1873 gründete der deutsche Einwanderer Adolph Coors eine Brauerei in Golden (Colorado). Sein American lager, das den Spitznamen „Banquet Beer“ trug, und jetzt unter dem Namen „Coors Original“ firmiert, soll seinen Geschmack aus dem reinen Wasser der Rocky Mountains herleiten. Die Firma Coors überstand die Prohibition, einem von 1920 bis 1933 in der Verfassung der USA festgeschrieben Alkoholverbot, indem sie ihre Tätigkeit auf die Herstellung anderer Produkte, wie etwa Malted Milk oder Keramik verlagerte. Das Keramikgeschäft wurde später von der eigenständigen Gesellschaft CoorsTek weitergeführt.

Laut der Coors Website war die Firma 1959 die erste US-amerikanische Brauerei, die Bier in eine aus Aluminium hergestellte Getränkedose abfüllte.

Für den Großteil seiner Geschichte war das Bier von Coors eher ein regionales Produkt, das hauptsächlich im US-amerikanischen Westen angeboten wurde. Der Hauptgrund dafür war, dass Coors-Bier nicht pasteurisiert ist, und der Vertrieb nur dort stattfinden konnte, wo eine ungebrochene Kühlkette gewährleistet werden konnte. Dadurch hatte das Bier an der Ostküste der Vereinigten Staaten Seltenheitswert, und Reisende nach Colorado transportierten auf der Rückreise oft einzelne Kisten im eigenen Gepäck mit. Dieser ikonenähnliche Status spiegelte sich in der Popkultur wider: Der 1977 erschienene Film „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ handelte von dem rechtswidrigen Versand von Coors von Texas nach Georgia in einem LKW. Die Firma breitete ihr Vertriebsgebiet erst in den frühen 1990er Jahren auf die ganzen Vereinigten Staaten aus.

Durch seine Besitzer und deren Stiftung hat Coors eine prominente Rolle in der US-Politik gespielt, indem sie zahlreiche konservative Initiativen unterstützt hat, darunter die Heritage Foundation. Der Aufsichtsratsvorsitzende Pete Coors kandidierte 2004 um einen Sitz im US-Senat als Republikaner, verlor aber gegen den Demokraten Ken Salazar.

Die Coors Brewing Company besitzt die Namensrechte am Coors Field, dem Baseballstadion der Colorado Rockies.

2007 gründete Molson Coors gemeinsam mit SABMiller das Joint-Venture MillerCoors. Ziel ist es, die Verkaufsaktivitäten in Nordamerika zu bündeln.

Durch den Kauf der tschechischen Brauereigruppe StarBev im Jahr 2012 baute die Molson Coors Brewing Company ihre Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa aus. StarBev wurde in Molson Coors Central Europe umbenannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Molson Coors - Board of Directors, abgerufen am 9. Februar 2013
  2. Molson Coors - Overview, abgerufen am 9. Februar 2013
  3. Die größten Bierbrauer weltweit [Handelsblatt] abgerufen am 27. Juli 2014
  4. Molson Coors - Markets Overview, abgerufen am 9. Februar 2013
  5. Molson Coors - Quality of Work, abgerufen am 9. Februar 2013