Mukozele

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Klassifikation nach ICD-10
J34.1 Zyste oder Mukozele der Nase und der Nasennebenhöhle
H04.4 Mukozele des Tränenapparates
K11.6 Mukozele der Speicheldrüsen
K82.1 Mukozele der Gallenblase
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
CT-Aufnahme einer ausgeprägten Mukozele in der rechten Kieferhöhle (im Bild links) mit Verdrängung der Nasenscheidewand.

Eine Mukozele ist eine Schleimansammlung in einem Hohlraum (meist Appendix oder Nasennebenhöhlen) auf Grund einer Abflussbehinderung des Schleimes durch Verschluss des Ausführungsganges.

Der narbige oder knöcherne Verschluss entsteht am häufigsten nach einer Operation oder einer Verletzung, seltener nach einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung oder durch einen Tumor, kann aber auch spontan entstehen; dadurch kommt es zum Sekretaufstau und zur Zystenbildung.

Bei Mukozelen der Nasennebenhöhlen ist die Folge ein Abbau der knöchernen Wände mit Vorwölbung der Mukozele im Bereich der Nase und der Augenhöhle.[1] Große Mukozelen der Stirnhöhle und der vorderen Siebbeinzellen können zu einem Exophthalmus führen, den Augapfel zur Seite drängen und seine Beweglichkeit einschränken.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Pschyrembel, ISBN 3-11-007018-9
Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!