Zyste (Medizin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neuroepitheliale Zyste

Eine Zyste (gr.: kystis ,Blase‘) ist ein durch ein Epithel (Häutchen) abgeschlossener Gewebehohlraum, der aus mehreren Kammern bestehen kann und Flüssigkeit enthält. Eine Zyste kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann Gewebswasser (interstitielle Flüssigkeit), Blut, Eiter oder auch Talg enthalten.

Zysten werden unterschieden in mit Epithel ausgekleidete echte Zysten und Pseudozysten, die nur von Bindegewebe umgeben sind. Eine dritte Gruppe umfasst die Hautzysten, zu denen Talgdrüsenzysten (Atherome), Follikel- und Epithelzysten sowie Federbalgzysten (Veterinärmedizin) zählen.

Liegt der Zyste eine Abflussbeeinträchtigung zugrunde, spricht man von einer Retentionszyste.

Auch Parasiten können im Menschen Zysten bilden. Sie können in der Leber oder in der Harnblase bei Echinokokkose, Bilharziose und Amöben auftreten.

Der Zystenniere hingegen liegt meist eine erbliche Ursache oder eine Medikamentenschädigung zugrunde. Zysten in der Lunge treten bei Mukoviszidose (Zystische Fibrose) auf.

Die chirurgische Entfernung einer Zyste bezeichnet man als Zystektomie. Allerdings wird dieser Begriff in der Medizin vorwiegend für die Harnblasenentfernung gebraucht.

Zysten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zysten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Zyste – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen