Myitsone-Talsperre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Artikel (insbesondere die Abschnitte "Weblinks" und "Quellen") bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Myitsone
Irrawaddy unterhalb der Dammbaustelle bei Myitkyina
Irrawaddy unterhalb der Dammbaustelle bei Myitkyina
Lage: Kachin-Staat, Myanmar (Burma)
Zuflüsse: Mali, N'Mai
Abflüsse: Irrawaddy
Größere Städte in der Nähe: Myitkyina
Myitsone (Myanmar)
Myitsone
Koordinaten 25° 41′ 23″ N, 97° 31′ 4″ O25.68972222222297.517777777778Koordinaten: 25° 41′ 23″ N, 97° 31′ 4″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp: CFRD
Bauzeit: 2007–2017 (2011 gestoppt)
Höhe des Absperrbauwerks: 152 m
Kronenlänge: 152 m
Kraftwerksleistung: 3600 MW
Betreiber: Myanmar Electric Power Enterprise, China Power Investment Corporation, China Southern Power Grid
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 766 km²


Die Myitsone-Talsperre (birmanisch မြစ်ဆုံ တာတမံ; wörtlich übersetzt: Zusammenfluss-Talsperre) ist eine in Bau befindliche Talsperre mit einem Wasserkraftwerk am Irrawaddy in Burma (Myanmar).[1] Wenn es wie geplant 2017 fertiggestellt wird, wird das Wasserkraftwerk in der Liste der größten Wasserkraftwerke an ca. fünfzehnter Stelle stehen. Der Staudamm, 152 m lang und 152 m hoch, wird von State Peace and Development Council und dem China Power Investment Corporation geplant und gebaut. Es wird geschätzt, dass Elektrizität zwischen 3600 und 6000 Megawatt für Yunnan in China produziert werden kann.[2] Anfang Oktober 2011 wurde gemeldet, dass die Regierung von Myanmar das Staudamm-Projekt gestoppt hat, weil es nicht der Wille des Volkes sei.[3]

Standort[Bearbeiten]

Die Dammbaustelle liegt 3,2 km unterhalb des Zusammenflusses der Flüsse Mali und N'Mai ungefähr 42 km nördlich von Myitkyina, der Hauptstadt des Kachin-Staates in Nord-Myanmar.[4]

Die Quelle beider Flüsse N'mai und Mali sind Gletscher des Himalaya in Nord-Burma in der Nähe zum 28. Breitengrad Nord. Der östliche davon, der N'mai, ist der größere Fluss und entspringt im Languela-Gletscher nördlich von Putao. Er ist wegen seiner starken Strömung nicht schiffbar, während der kleinere westliche Fluss, der Mali, trotz einiger Stromschnellen schiffbar ist. [5]

Management[Bearbeiten]

Der Irrawaddy/Myitsone-Staudamm ist der größte von sieben großen Talsperren, die augenblicklich am Mali, am N'Mai und am Irrawaddy geplant werden. Die chinesische China Power Investment Corporation ist Projektmanager der Wasserkraftprojekte im Zusammenflussgebiet. [6] Die sieben Talsperren haben zusammen eine installierte elektrische Nennleistung von 13.360 MW.[7] Jährlich sollen 16.634 Gigawattstunden bereitgestellt werden.

Wasserkraftprojekte in der Region
Ort MW
Myitsone 3600
Chibwe 2000
Pashe 1600
Lakin 1400
Phizaw 1500
Kaunglanphu 1700
Laiza 1560
Chibwe Creek 65
Gesamt 13.360

Planung[Bearbeiten]

Der Damm ist als Steinschüttdamm mit Betonoberfläche (CFRD) geplant. Er soll 152 m hoch und genauso lang werden. Die elektrische Nennleistung von 3600 MW soll ab 2017 zur Verfügung stehen.[2] Das wären 16 % der 22.500 MW (Endausbau-)Leistung des Drei-Schluchten-Dammes in China, dem weltgrößten Wasserkraftwerk. 90 % des erzeugten Stroms sollen nach China geliefert werden, der Rest ist für Kachin. China wird dafür umgerechnet 400 Millionen Euro pro Jahr zahlen.[8]

Der Stausee mit einer maximalen Wassertiefe von 290 m wird 766 km² Land mit 47 Dörfern überfluten und mehr als 10.000 ethnische Jingpo vertreiben.[9] Es werden auch Tempel, Kirchen und Kulturerbestätten untergehen.

Die Baukosten werden auf 3,6 Milliarden US$ bzw. 2,6 Milliarden Euro[3] geschätzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Damming the Irrawaddy (PDF; 2,1 MB), Chiang Mai, Kachin Environment Organization, 2008 Kachin Development Networking Group aufgerufen am 17. September 2009
  2. a b Proposed dam to flood Burma, while powering China Ryan Libre, 1. Februar 2010, MinnPost.com, aufgerufen am 15. Februar 2010
  3. a b FAZ 4. Oktober 2011
  4. Irrawaddy Myitsone Dam. internationalrivers.org. Abgerufen am 14. Oktober 2011.
  5. James R Penn (2001) Rivers of the World, Santa Barbara, Kalifornien [u.a.] ABC-Clio ISBN 1-57607-042-5 9781576070420. Seite 115 Absatz 2, aufgerufen am 16. Juli 2009/
  6. SupervisoryOffice of Confluence Region Hydropower Project Opened Myanmar Information Website 7. Mai 2007, Abschnitt 4, Aufgerufen am 17. September 2009
  7. Irrawaddy Dam Construction Begins, Human Rights Abuses Begin, Saw Yan Naing, 15. Februar 2010, The Irrawaddy / News, Irrawaddy Publishing Group, aufgerufen am 15. Februar 2010
  8. FAZ 2. August 2011
  9. CSG’s Initial Public Offering and Project Risks in Southeast Asia, International Rivers 13. Mai 2008, aufgerufen am 6. Oktober 2011 (pdf, 106 kB)