NRX-Reaktor

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Der NRX Reaktor in den Chalk River Laboratories, Ontario, Kanada ist ein leichtwassergekühlter und schwerwassermoderierter Forschungs- und Testreaktor. Der Baubeginn wird mit 1944 angegeben und der Betriebsbeginn mit dem 22. Juli 1947. Der erste größere Unfall im Reaktor ereignete sich am 12. Dezember 1952:

Während eines Tests wurde durch Fehlbedienungen, Missverständnisse zwischen Operator und Bedienpersonal, falsche Statusanzeigen im Kontrollraum, Fehleinschätzungen des Operators und zögerliches Handeln der Reaktorkern bei einer partiellen Kernschmelze zerstört. Dabei warf eine Knallgas-Explosion im Reaktorkern die Kuppel eines vier Tonnen schweren Helium-Gasbehälters 1,2 m hoch, wo sie im Aufbau stecken blieb. Durch die Explosion wurden mindestens 100 TBq an Spaltprodukten in die Atmosphäre freigesetzt. Bis zu vier Millionen Liter mit etwa 400 TBq langlebigen Spaltprodukten radioaktiv kontaminiertes Wasser wurden aus dem Keller des Reaktorcontainment in eine sandige Sickergrube gepumpt, um eine Kontaminierung des nicht weit entfernten Ottawa River zu verhindern. Der beschädigte Reaktorkern wurde vergraben. Der spätere US-Präsident Jimmy Carter, damals Nukleartechniker in der Navy, half bei den mehrere Monate dauernden Aufräumarbeiten. Der Reaktor ging erst zwei Jahre später wieder in Betrieb.

Siehe auch Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen

Koordinaten: 46° 1′ 0" n. Br., 77° 27′ 0" w. L.

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