Narrenmatt

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Das Narrenmatt

Als Narrenmatt im Schachspiel bezeichnet man scherzhaft eine kürzestmögliche Partie, die zum Matt führt. Dies wird z. B. durch folgende Züge erreicht:

1. f2-f3 e7-e6
2. g2-g4 Dd8-h4#

Es gibt acht Zugfolgen, die zu diesem Matt führen: Weißer f-Bauer und schwarzer e-Bauer können jeweils ein oder zwei Felder ziehen, und f- und g-Bauer können die Zugreihenfolge tauschen.

Bei diesem schnellsten Matt ist Schwarz der Mattsetzende, obwohl Weiß den Vorteil des ersten Zuges hat. Der Grund liegt darin, dass der Verlierer bei diesem Matt zwei schlechte Züge ausführen muss. Will Weiß so matt setzen, muss er einen überflüssigen Zug machen. Weil Weiß daran mitwirkt, dem Gegner das schnellstmögliche Matt zu ermöglichen, entspricht das Narrenmatt einem Hilfsmatt.

Quellen[Bearbeiten]

  • David Hooper, Kenneth Whyld: The Oxford companion to chess, Oxford University Press, 2. Auflage 1996, S. 143.

Siehe auch[Bearbeiten]