Nationales Vietnam-Komitee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Nationale Vietnam-Komitee wurde ca. 1972 gegründet und war z. T. in regionale sogenannte Vietnam-Ausschüsse untergliedert. Nationale Vietnam-Komitees gab es weltweit in vielen Ländern. Solidarität konnte dabei Informationsweitergabe über die Kriegsbeteiligten, das Verstecken von amerikanischen Fahnenflüchtigen, Geldsammlungen für humanitäre oder militärische Zwecke des Vietkong bedeuten.

1973 bestanden nach Angaben des Verfassungsschutzes der BRD etwa 100 örtliche Ausschüsse. Vietnam-Ausschüsse gründeten sich an Schulen, Universitäten, in Betrieben und Stadtteilen, in denen neben organisierten Kadern und Sympathisanten kommunistischer Organisationen auch vielen unorganisierte Menschen mitwirkten.

Organisationszweck war neben der Agitation gegen den Vietnamkrieg das organisatorische Auffangen der unorganisierten Vietnambewegung, um sie in die Parteiarbeit der KPD einzubinden. In Abgrenzung zur DKP-Losung „Frieden für Vietnam“ verbreitete diese Organisation in Publikationen (Zeitschrift Alles für den Sieg des vietnamesischen Volkes) und auf Demonstrationen die Losung „Sieg im Volkskrieg“.

Nach dem Pariser Waffenstillstandsabkommen von 1973 und dem Abebben der Proteste löste sich die Organisation zum Teil auf. Sie ging zu anderen Teilen in Solidaritätskampagnen für Schulen und Krankenhäuser in Vietnam über und in die Liga gegen den Imperialismus auf.