Natriumpermanganat

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Strukturformel
Strukturformel von Natriumpermanganat
Allgemeines
Name Natriumpermanganat
Summenformel NaMnO4
CAS-Nummer
  • 10101-50-5
  • 79048-36-5 (Monohydrat)
PubChem 24929
Kurzbeschreibung

violetter geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 141,93 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​302​‐​410
P: 220​‐​280​‐​305+351+338​‐​310 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Brandfördernd Ätzend
Brand-
fördernd
Ätzend
(O) (C)
R- und S-Sätze R: 8​‐​34
S: 17​‐​26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Natriumpermanganat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Natriumverbindungen und Permanganate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumpermanganat kann durch Reaktion von Mangandioxid mit Natriumhypochlorit gewonnen werden.

\mathrm{2 \ MnO_2 + 3 \ NaClO + 2 \ NaOH \longrightarrow 2 \ NaMnO_4 + 3 \ NaCl + H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumpermanganat ist ein violetter geruchloser brandfördernder Feststoff, welcher löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich bei Erhitzung, wobei Sauerstoff entsteht.[1]

\mathrm{10 \ NaMnO_4 \longrightarrow} \mathrm{3 \ Na_2MnO_4 + 7 \ MnO_2 + 2 \ Na_2O + 6 \ O_2}

Verwendung[Bearbeiten]

Aufgrund seiner hohen Löslichkeit werden seine wässerigen Lösungen als Ätzmittel für gedruckte Schaltungen verwendet.[4]

In der V2-Rakete wurde es für den Antrieb durch katalytische Zersetzung von hochkonzentriertem Wasserstoffperoxid mit Natriumpermanganat eingesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 10101-50-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 4. Februar 2012 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Sodium permanganate monohydrate, ≥97 % bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 4. Februar 2012 (PDF).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Arno H. Reidies "Manganese Compounds" in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 2002, Wiley-VCH, Weinheim (doi:10.1002/14356007.a16_123).