Nowy Staw

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Nowy Staw
Wappen von Nowy Staw
Nowy Staw (Polen)
Nowy Staw
Nowy Staw
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Malbork
Fläche: 4,65 km²
Geographische Lage: 54° 8′ N, 19° 0′ O54.13333333333319Koordinaten: 54° 8′ 0″ N, 19° 0′ 0″ O
Einwohner: 4435
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 82-230
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: GMB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Nowy Dwór Gdański - Malbork
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 21 Ortschaften
16 Schulzenämter
Fläche: 114,38 km²
Einwohner: 7821
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2209073
Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Jerzy Szałach
Adresse: ul. Bema 1
82-230 Nowy Staw
Webpräsenz: www.nowystaw.pl

Nowy Staw [ˈnɔvɨ ˈstaf] (deutsch: Neuteich; kaschubisch: Nytëch) ist eine Stadt mit etwa 4.400 Einwohnern im Norden Polens. Sie liegt 26 Kilometer westlich von Elbląg an der Święta (deutsch Schwente). Sie gehört dem Powiat Malborski in der Wojewodschaft Pommern an.

Geschichte[Bearbeiten]

Neuteich südöstlich von Danzig (im Bild rechts, durch Anklicken vergrößerbar) und nördlich vom Marienburg (am rechten Bildrand unten) auf einer Landkarte von 1910.
Kirche des Apostel Matthäus.

Der älteste Teil von Nowy Staw ist das nördlich der Stadt gelegene ehemals selbständige Dorf Neuteichsdorf (Stawiec). Es wurde im Jahre 1316 in einer Urkunde des Marienburger Komturs Niclaus von Hollant erstmals erwähnt. Die Stadt Neuteich ist vermutlich um 1329 angelegt worden, jedoch ist dies erst ab 1350 belegbar.

Ihre Einwohner waren Ackerbürger und sie war der Marktort für die Bauern aus dem umliegenden Gebieten im Delta von Weichsel und Nogat. Die katholische Matthäuskirche entstand noch vor dem großen Stadtbrand von 1400.

1409 begann der Deutsche Orden in Neuteich mit der Herstellung von Schwarzpulver und in der Mitte des 15. Jahrhunderts errichteten Danziger Bürger eine Ölmühle.

In den schwedisch-polnischen Kriegen war die Stadt mehrfach besetzt und geplündert worden. Zwischen der Stadt und der Schwente wuchs im 18. Jahrhundert ein neuer Stadtteil, die Neustadt. Seitdem wurde vor allem das rechte Schwenteufer in südliche Richtung bebaut.

1886 wurde die Eisenbahnstrecke von Simonsdorf über Neuteich nach Tiegenhof in Betrieb genommen. Seit 1900 war Stadt auch an das Schmalspurbahnnetz der Westpreußische Kleinbahnen AG angeschlossen, die Strecke ist heute stillgelegt.

In der Stadt waren mehrere Mühlen ansässig, Sie war ein Zentrum des Getreidehandels und bekannt für ihre Pferdemärkte. Größter Betrieb war die Zuckerfabrik, die heute nach wie vor produziert.

Die Stadt gehörte seit 1818 dem Landkreis Marienburg (Westpr.) an. Seit 1920 war sie dem Landkreis Großes Werder zugehörig, der bis 1939 Teil der Freien Stadt Danzig war.

Während des Zweiten Weltkriegs gehörte der Ort noch einmal zum Deutschen Reich. Am 11. März 1945 wurde er von der Roten Armee erobert und am 15. Mai 1945 in polnische Verwaltung übergeben, die ihn zuerst Nytych und dann seit 1947 Nowy Staw nannte, was ebenfalls Neuteich bedeutet. Die Stadt ist bis heute gut erhalten, obwohl die ehemals evangelische Kirche am Markt ungenutzt steht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nachfolgend die Einwohnerentwicklung des Ortes.[2]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Gmina[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Nowy Staw gehören folgende Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name (bis 1945)
Brzózki Bröske
Chlebówka Brodsack
Dębina Eichwalde
Dybowo Diebau
Kącik Neuteicher Hinterfeld
Krzewiny Horsterbusch
Laski Leske
Lipinka Lindenau
Lubiszewo Drugie Fünfhuben
Lubstowo Lupushorst
Martąg Irrgang
Michałowo Wachthal
Mirowo Mierau
Myszewo Groß Mausdorf
Nidowo Niedau
Nowy Staw Neuteich
Półmieście Halbstadt
Pręgowo Żuławskie Prangenau
Stawiec Neuteichsdorf
Świerki Tannsee
Tralewo Tralau
Trępnowy Trampenau

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nowy Staw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. Für 2007: Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007