Ngada
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Ngada (auch Ngadha oder Rokka) ist der Name eines altmalaischen Volksstammes, der auf der indonesischen Insel Flores lebt.
Die gegenwärtig wohl mehr als 60.000 Menschen umfassende Volksgruppe siedelt hauptsächlich im südmittelwestlichen Teil der Insel, im Bereich um den Vulkan Inierie und um die Stadt Bajawa, die zugleich die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks Ngada (Kabupaten Ngada) ist. Sie spricht eine malaisch-polynesische Sprache der Ambon-Timor-Gruppe. Bereits im 16. Jahrhundert wurde sie von portugiesischen Missionaren zum Katholizismus bekehrt. Bis heute aber sind die Menschen noch ebenso stark im Animismus verwurzelt. So finden sich in ihren Dörfern mit reichen Schnitzereien verzierte Schreine ("Ngaduh" für männliche und "Bhaga" für weibliche Wesenheiten) zur Ahnenverehrung, sowie Steinstelen und Steinaltäre). Sie sind in eine Art von hierarchischem Kastensystem unterteilt, worin einige Forscher früheren hinduistischen Einfluss erkennen wollen. Die Menschen in ihren kleinen Dörfern mit strohgedeckten Holzhäusern leben teilweise noch wie vor Jahrhunderten. Ihr Haupterwerbszweig ist der Brandrodungsfeldbau, wobei vor allem Reis und Mais angebaut werden. Das Gebiet erschließt sich aber gegenwärtig durchaus dem Tourismus und reizende Dörfer wie Bena, Langa. Boawae, Wogo und Ogi sind zum Teil recht gut auf Busladungen von Tagestouristen eingestellt.

