Nicht ossifizierendes Fibrom

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Nicht ossifizierendes Fibrom des Schienbeins im Röntgenbild.

Das nicht ossifizierende Fibrom (Synonym: fibröser Kortikalisdefekt, gutartiges histiozytäres Fibrom, fibröser metaphysärer Defekt) ist eine bindegewebige tumorähnliche Knochenläsion bei Kindern und Jugendlichen. Es handelt sich um eine Entwicklungsanomalie des wachsenden Knochens, nicht um eine Neoplasie.[1][2]

Im Röntgenbild stellt sich das NOF meist als vielfältig runde, traubenartige scharfe Aufhellung mit girlandenartigem Randmuster dar (polyzyklisch, mit girlandenförmiger Randsklerose).

Es wird davon ausgegangen, dass die NOF Ossifikationsstörungen sind. Die Herde bestehen aus kollagenreichem Bindegewebe, Fibroblasten, Histiozyten und Osteoklasten. Sie finden sich vor allem in Metaphysen langer Röhrenknochen, insbesondere der Beine.

Da klinische Symptome fehlen, ist das NOF fast immer ein Zufallsbefund. Es bedarf keiner Therapie, weil eine Spontanremission mit Ersetzung der Läsionen durch Knochengewebe zu erwarten ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Döhler, G. Randzio, S. Schwarte: Diagnostik nichtossifizierender Fibrome, in: F. Brussatis, K. Hahn (Hg.): Nuklearmedizin in der Orthopädie. Springer, Berlin-Heidelberg 1990, pp. 262-264.
  • A. Heuck: Radiologie der Knochen- und Gelenkerkrankungen. Thieme Verlag, 1997. ISBN 3-13-107071-4.
  • K. Bohndorf, H.Imhof: Radiologische Diagnostik der Knochen und Gelenke Thieme Stuttgart, New York 1998. ISBN 3-13-110982-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nicht ossifizierendes Fibrom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen Freyschmidt, H. Ostertag, G. Jundt: Knochentumoren. Springer 2003, ISBN 3-540-40364-7, Seite 680 ff.
  2. C. Adler: Knochenkrankeiten. Springer 1983, ISBN 3-540-62836-3, Seite 314 ff.
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