Nicolaus Adam Strungk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nicolaus Adam Strungk (getauft 15. November 1640 in Braunschweig; † 23. September 1700 in Dresden) war ein deutscher Komponist und Violinist des Barock.

N A Strungk - Signature.png

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Manuskript des Laudate Pueri

Nicolaus Adam Strungk war der Sohn Delphin Strungks. Nicolaus Adam, der bereits von seinem Vater Orgelunterricht erhielt, studierte an der Universität Helmstedt. Später lernte er bis 1660 Violine bei Nathanael Schnittelbach. Als Violinist trat Strungk vor dem Herzog von Wolfenbüttel, sowie vor Kaiser Leopold I. in Wien als Geigen- und Klavierspieler auf. 1665 trat er als Kammermusikant in den Dienst Johann Friedrichs in Hannover. Die 1672 geborene Dichterin Christine Dorothea Lachs war seine Tochter.

1679 wurde Strungk Direktor der Hamburger Ratsmusik. 1688 wurde er als Nachfolger von Christian Ritter Vizekapellmeister und Kammerorganist in Dresden. 1693 übernahm er die Nachfolge Christoph Bernhards als Hofkapellmeister. Diesen Posten verließ er 1696, um schließlich in Leipzig Direktor der dortigen Oper zu werden. Strungk, der sein ganzes Leben unter finanziellen Schwierigkeiten litt, verstarb einige Jahre später „am hitzigen Fieber“.

Werk[Bearbeiten]

Strungk komponierte für Hamburg und Leipzig mehrere Opern. An Instrumentalmusik sind vor allem Klavier- und Orgelwerke überliefert. Weiterhin sind einige geistliche Kantaten erhalten. Opern (Auswahl):

  • Der glückselig steigende Sejanus (1678)
  • Der unglückselig fallende Sejanus (1678)
  • Die liebreiche, durch Tugend und Schönheit erhöhte Esther (1680)
  • David oder der königliche Sclave (1680)
  • Die drei Töchter Cekrops (1680)
  • Alceste (Hamburg, 1680) (Autorenschaft Strungks unsicher, eventuell von Johann Wolfgang Franck)
  • Theseus (1683)
  • Semiramis (1683)
  • Florette (1683)
  • Nero (Leipzig, 1693)
  • Jupiter und Alcmena (Leipzig, 1696)
  • Phocas (Leipzig, 1696)
  • Pyrrhus und Demetrius (Leipzig, 1696)
  • Orion (Leipzig, 1697)
  • Scipio und Hannibal (Leipzig, 1698)
  • Ixion (Leipzig, 1699)
  • Agrippina (Leipzig, 1699)
  • Erechtheus (Leipzig, 1700)

Literatur[Bearbeiten]

  • Berend, Fritz: Nicolaus Adam Strungk. 1640-1700. Sein Leben und seine Werke. Mit Beiträgen zur Geschichte der Musik und des Theaters in Celle, Hannover und Leipzig, München 1913, Freiburg 1915.
  • Max Seiffert: Strunck, Nicolaus Adam. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 36, Duncker & Humblot, Leipzig 1893, S. 667–669.

Weblinks[Bearbeiten]