Nodus (Sonnenuhr)

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Sonnenuhr (Skaphe) mit kleiner Kugel als Nodus

Nodus (latein. für Knoten; auch in Botanik und Medizin verwendet) bezeichnet an einer Sonnenuhr die möglichst kleine, fast punktförmige Einrichtung, mit deren Hilfe die Sonne auf dem Zifferblatt in Zentralprojektion abgebildet wird.

In den Zusammenhang mit Sonnenuhren kam der Begriff, als man auf einem Polstab eine knotenförmige Verdickung anbrachte, um die Zentralprojektion der Sonne zusätzlich zu ermöglichen. Der Begriff Nodus wird bei Sonnenuhren in anderen Sprachen konsequenter gebraucht als im Deutschen. In einem Glossar der Englischen Gesellschaft für Sonnenuhren (British Sundial Society BSS) ist er definiert.[1] Er fasst die älteren, gegenständlich orientierten Begriffe wie schattenwerfender Punkt und Gnomon-Spitze zusammen. Gemäß Prinzip - Projektion des Sonnenstandes durch einen Punkt auf das Sonnenuhrenzifferblatt - ist auch der in der Öhrsonnenuhr verwendete Loch-Gnomon (Lochblende) ein Nodus.

Mit dem vom Nodus erzeugten Schatten- oder Licht-Punkt können Zusatzinformationen, die in der Schatten- oder Licht-Linie des Polstabs nicht enthalten sind, angezeigt werden.[2] Die Abbildung der Sonne erfolgt zwei-dimensional.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Glossar der Englischen Gesellschaft für Sonnenuhren
  2. Helmut Sonderegger: Datumslinien auf Sonnenuhren (Der Schattenweg des Nodus), Österreichischer Astronomischer Verein, Arbeitsgruppe Sonnenuhren, Rundschreiben Nr. 36, 2008