Nullwachstum
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Der Begriff Nullwachstum ist ein gelegentlich in der Wirtschaft verwendeter Begriff und bedeutet Abwesenheit von Wirtschaftswachstum. Das Kunstwort hat sich als modernes Synonym für (wirtschaftliche) Stagnation etabliert. Präzise numerisch bedeutet es, dass das Sozialprodukt nicht wächst. Bei steigender Produktivität in einer Volkswirtschaft wird davon ausgegangen, dass Nullwachstum zu sinkender Beschäftigung und sinkenden Einnahmen in den Renten- und Sozialkassen führt.
Negativwachstum bezeichnet ein negatives Wirtschaftswachstum.
Die frühe grüne Bewegung der 1980er-Jahre führte die Forderung nach Nullwachstum in ihren Parteiprogrammen, um den natürlichen Ressourcen-Verbrauch und die Umweltbelastung einzudämmen. Nullwachstum sei keineswegs Stagnation, sondern nur die Kappung der wenigen Prozente, die das Sozialprodukt jährlich zunimmt. Aufgrund der obgenannten Produktivitäts/Beschäftigungs-Regel (Stichwort: Produktions-Automatisierung) wandelte sich die Nullwachstums-Forderung im Verlauf der 1990er-Jahre in die Forderung nach Ressourcen-Besteuerung („Energie statt Arbeit besteuern“) um, worin ebenfalls eine tendenzielle Zielverwirklichung erwartet wird.

