Nvidia-GeForce-6-Serie

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NVIDIA NV43 GPU (6600GT)

Die GeForce-6-Serie ist eine Serie von Desktop-Grafikchips des Unternehmens Nvidia und Nachfolger der GeForce-FX-Serie. Mit der GeForce-6-Serie führt Nvidia erstmals das Shadermodell 3.0 (SM 3.0) nach DirectX 9.0c ein und bei den Top-Versionen das Scalable Link Interface (SLI). Hauptkonkurrent war die ATI Radeon-X-Serie.

Technisches[Bearbeiten]

Quads[Bearbeiten]

Die verwendeten Grafikchips bestehen aus sog. „Quads“. Je nach Version können Quads auch deaktiviert werden. Eine Quad besteht bei der GeForce-6-Serie aus vier Grafikpipelines, einer Texture Mapping Unit (TMU) und einer Vertex Processing Unit (VPU) (4×1×1). Die Grundversion eines jeden Chips besteht allerdings aus vier Grafikpipelines, einer TMU und drei VPUs (4×1×3). Je nach Ausbaustufe erhöht sich also die Ausstattung bei z.B. zwei Quads auf 8×1×4 und bei drei Quads auf 12×1×5 usw. So werden alle gewünschten Konfigurationen erreicht.

Eine Ausnahme ist der NV43-Grafikprozessor, der in seiner maximalen Ausbaustufe mit zwei aktivierten Quads trotzdem nur 8×1×3 statt 8×1×4 besitzt. Mit einer Quad hat er allerdings wie erwartet 4×1×3.

Grafikprozessoren[Bearbeiten]

Innerhalb der GeForce-6-Serie kommen verschiedene Grafikprozessoren zum Einsatz, die sich hinsichtlich ihrer Fertigungstechnik, ihrer nativen Schnittstelle und ihrer maximalen Quad-Anzahl unterscheiden.

Grafikchip Fertigung Renderpipelines DirectX / OpenGL
Version
Schnitt-
stelle
Prozess
(in nm)
Transistoren
(in Mio.)
Die-Fläche
(in mm²)
Quad-Anzahl Pipes × TMU × VPU Pixel-
shader
NV40 130 222 305 4 16 × 1 × 6 16 9.0c / 1.5 AGP 8x
NV41 130 222 k. A. 3 12 × 1 × 5 12 9.0c / 1.5 PCIe
NV42 110 202 k. A. 3 12 × 1 × 5 12 9.0c / 1.5 PCIe
NV43 110 146 k. A. 2 8 × 1 × 3 8 9.0c / 1.5 PCIe
NV44 110 75 k. A. 1 4 × 1 × 3 4 9.0c / 1.5 PCIe
NV45 130 222 k. A. 4 16 × 1 × 6 16 9.0c / 1.5 PCIe

Namensgebung[Bearbeiten]

NVIDIA GeForce 6800 Ultra PCI-E (NV48)
GeForce 6600GT mit AGP-Brückenchip

Da die GeForce-FX-Serie nur mäßig am Markt erfolgreich war und sich Nvidia von diesem schlechten Image trennen wollte, wurde bei der GeForce-6-Serie das erst vorher eingeführte „FX“ wieder weggelassen und die Grafikchips allgemein nur noch mit einer vierstelligen Nummer bezeichnet, die alle mit „6“ beginnen. Innerhalb der Familie gilt allerdings nach wie vor eine ähnliche Aufteilung nach Segmenten wie bei der GeForce-FX-Serie. Zusätzlich zu den diskreten Grafikchips integriert Nvidia auch Grafikkerne auf Basis der GeForce-6-Serie in den Chipsätzen der Serie nForce4, diese werden unter den Namen GeForce 6100, GeForce 6150 LE und GeForce 6150 vermarktet.

Aufteilung:

Buchstabenkürzel

  • LE – leistungsschwache Version
  • XT, XL – leistungsschwache Version
  • kein Suffix – Budgetversion
  • GTO – Sondermodell (nur OEM-Markt), leistungsstärker als Version ohne Suffix
  • GS – mittelstarke Version einer Serie
  • GT – leistungsfähige Version, im Mainstream-Segment die leistungsfähigste Version
  • Ultra – leistungsstärkstes Modell (nur im High-End-Segment)

Das Kürzel TC gibt an, dass die Technologie Turbo Cache verwendet wird.

Modelldaten[Bearbeiten]

Modell Offizieller
Launch
Grafikprozessor (GPU) Grafikspeicher Sonstiges
Typ Aktivierte
Quads
Takt
(MHz)
Füllrate
(MT/s)
Größe
(MB)
Takt
(MHz)
Typ Speicher-
interface
Bandbreite
(GB/s)
GeForce 6200 2004 NV43
NV44
1 300 1200 64
128
256
250 DDR 64 Bit 4,0
128 Bit 8,0
GeForce 6200 TC 2005 NV44 1 300 1200 64
128
256
250 DDR 32 Bit 2,0 TurboCache
64 Bit 4,0
GeForce 6500 2005 NV43 1 350 1400 128
256
275 DDR 64 Bit 4,4
GeForce 6600 LE 2005 NV43 1 300 1200 128
256
250 DDR 128 Bit 8,0
GeForce 6600 12. Aug. 2004 NV43 2 300 2400 128
256
512
250 DDR 128 Bit 8,0
350 2800 400 DDR2 12,8
GeForce 6600 GT 7. Sep. 2004 NV43 2 500 4000 128
256
500 GDDR3 128 Bit 16,0 SLI-Support
GeForce 6700 XL 2005 NV43 2 525 4200 128
256
550 GDDR3 128 Bit 17,6 OEM-Produkt
SLI-Support
GeForce 6800 LE 2004 NV40 2 325 2600 256 300 DDR 256 Bit 19,2 AGP-Version
GeForce 6800 XT 2005 NV40 2 300 2600 256 350 DDR 128 Bit 11,2 AGP-Version
NV41 256 Bit 22,4 SLI-Support
GeForce 6800 14. Apr. 2004 NV40 3 325 3900 128
256
350 DDR 256 Bit 22,4 AGP-Version
Dez. 2004 NV41
NV42
256 300 19,2 SLI-Support
GeForce 6800 GTO 2004 NV41
NV45
3 350 4200 256 450 GDDR3 256 Bit 28,8 OEM-Produkt
SLI-Support
GeForce 6800 GS Dez. 2005 NV40 3 350 4200 256 500 GDDR3 256 Bit 32,0 AGP-Version
7. Nov. 2005 NV42 425 5100 SLI-Support
GeForce 6800 GT Mai 2004 NV40 4 350 5600 256
512
500 GDDR3 256 Bit 32,0 AGP-Version
7. Nov. 2004 NV45 SLI-Support
GeForce 6800 Ultra 14. Apr. 2004 NV40 4 400 6400 256
512
550 GDDR3 256 Bit 35,2 AGP-Version
Jun. 2004 NV45 SLI-Support
GeForce 6800 Ultra Extreme Fand nie statt NV40 4 450 7200 512 550 GDDR3 256 Bit 35,2 Sonderversion

Hinweise:

  • Die angegeben Taktraten sind die von Nvidia empfohlenen bzw. festgelegten. Allerdings liegt die finale Festlegung der Taktraten in den Händen der jeweiligen Grafikkarten-Hersteller. Daher ist es durchaus möglich, dass es Grafikkarten-Modelle gibt oder geben wird, die abweichende Taktraten besitzen.
  • Auch obliegt es den Herstellern, ob die finale Grafikkarte einen PCIe- oder einen AGP-Anschluss aufweist, denn GPUs mit nativer PCIe-Schnittstelle lassen sich mit Hilfe eines Brückenchips auch für AGP-Grafikkarten nutzen.

Siehe auch[Bearbeiten]