OYO

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Dieser Artikel behandelt den E-Book-Reader „OYO“. Zu anderen Bedeutungen siehe Oyo
OYO-Lesegerät

Der OYO (unter anderem auch 4FFF N618, Sagem Binder, fnacbook, bq Avant, ONE-XT Touch & Read, Mr.Book, Positivo Alfa, BenQ nReader, eGriver Touch) ist ein E-Book-Lesegerät, das in Deutschland seit Oktober 2010[1][1] von Medion, der Buchhandelskette Thalia und den Internetbuchhändlern buch.de und bol.de vertrieben wird. E-Books und andere Dokumente wie Bilder und Audio-Dateien können durch eine WLAN- oder eine optionale UMTS-Verbindung über das Internet oder über eine USB-Schnittstelle von einem Computer auf das Gerät geladen werden. Ein integrierter Webbrowser erlaubt Zugriff auf das Internet. Die Steuerung des Gerätes erfolgt hauptsächlich über den 6"-Touchscreen sowie über vier am Rand angeordnete Tasten.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften [Bearbeiten]

Technische Daten [Bearbeiten]

Abmessungen
154 mm × 124 mm × 11 mm[2]
Gewicht
240 Gramm
Bildschirmtechnik
Elektronisches Papier (E-Paper) mit kapazitivem Touchscreen vom Hersteller SiPix[1]
Bildschirmdiagonale
15,2 cm (6,0)
Auflösung
600×800 Pixel, 167 ppi
Farbtiefe
16 Graustufen
Prozessor
Samsung S3C2416 ARM9E (Architektur ARMv5TE)
Arbeitsspeicher
128 MB
Speicher
2 GB interner Flash-Speicher (1,5 GB nutzbar), MicroSD-Kartensteckplatz für bis zu 32 GB
Akku
Lithium-Ionen-Akkumulator mit 1530 mAh Kapazität
Konnektivität
WLAN 802.11 b/g, USB
unterstützte Dateiformate
ASCII-Text, EPUB (mit/ohne DRM), PDF (mit/ohne DRM), HTML, JPEG, PNG, BMP, MP3
Audioausgabe
3,5-mm-Kopfhörerausgang
Systemanforderung
Windows, Mac [3]

Die Firmware (derzeit Version 2.0 R2162, Stand: Dezember 2011[4]) basiert auf einer von Qisda-Mitarbeitern modifizierten Version (s3c-linux-2.6.21) eines Linux-Kernels in Version 2.6.21.5.[5] Der Linux-Kernel des OYO ist auf Thalia.de verfügbar.[2]

Seit 17. August 2011 ist auch eine OYO-Version mit WLAN- und 3G-Konnektivität verfügbar; es fallen dabei in Deutschland keine Nutzungsentgelte an, während im europäischen Ausland zusätzlich 99 ct/Buchdownload berechnet werden. Die sonstigen technischen Daten sind mit dem OYO WLAN identisch.[6][7]

Merkmale [Bearbeiten]

Vor der ersten Nutzung muss das Gerät über ein Benutzerkonto im jeweiligen Shop registriert werden. Hierbei werden auch personenbezogene Daten in Form von mindestens einer gültigen E-Mail-Adresse[8] erhoben und gespeichert. Bei vorherigen Firmwareversionen konnte die Registrierung umgangen werden, wenn bei der WLAN-Einstellung Verborgene Netzwerke ausgewählt und anschließend der Home-Button gedrückt wurde. Daraufhin wurde das Hauptmenü angezeigt.[9]

Zum Softwareumfang gehört neben einem schlichten Webbrowser auch eine MP3-Player-Software.

DRM [Bearbeiten]

Der Oyo nutzt digitales Rechtemanagement von Adobe Systems in Form einer Adobe-ID und Verschlüsselung, um gekaufte E-Books an die auf dem Gerät gespeicherte ID zu binden und anzuzeigen. Das DRM basiert unter anderem auf einem privaten Geräteschlüssel (PKCS12).[10]

Kritik [Bearbeiten]

Bei verschiedenen Tests wurden das - im Vergleich zu E-Ink-„Pearl“-Displays der Konkurrenzgeräte wie Amazon Kindle oder den Sony-Readern - kontrastschwächere Display, die langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit (Touchscreen, Umblättern)[11], nicht funktionierende Firmware-Updates[12] sowie Verarbeitungsmängel (Risse im Gehäuse) und kurze Akkulaufzeiten kritisiert.[13][14] Beide OYO-Modelle laufen teilweise instabil mit häufigen Abstürzen.[15][16]

OYO II [Bearbeiten]

Am 8. August 2011 kündigte Thalia unter dem Namen OYO II (Start "in Kürze") eine schnellere Version des E-Readers OYO an. Der Thalia-E-Reader OYO II verfügt im Vergleich zum im Oktober 2010 angebotenen Vorgängermodell über erweiterte Funktionalitäten, eine verbesserte Prozessorleistung, einen größeren Speicher, eine längere Akkulaufzeit und einen höheren Kontrast.[17]

Erste Tests des OYO II, der bei etwa 20 g Mehrgewicht einen auf 4 GB verdoppelten internen Speicher sowie einen auf 2200 mAh vergrößerten Akku aufweist, verliefen enttäuschend. Es wurden die instabile Software mit häufigen Abstürzen[15], das Display und die weiterhin langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit kritisiert[18]; gefallen konnte das verbesserte, stabilere Gehäuse und ein etwas höherer Kontrast des Displays[18] sowie der überarbeitete Startbildschirm mit der Möglichkeit, Bücher nach verschiedenen Kriterien zu sortieren sowie eigene Ordner zu erstellen, während das Display mit teilweise starken Ghosting-Effekten negativ auffiel.[16]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c eBookReader-info.de Thalia OYO, 20. September 2010, abgerufen am 10. November 2010.
  2. a b Thalia.de: Technische Daten des OYO. Abgerufen am 3. Mai 2011.
  3. EBook-Reader-Vergleich: Thalia OYO, abgerufen am 08. August 2012.
  4. Release Notes OYO I Version 2.0 R2162 (PDF; 188 kB).
  5. Openinkpot.org: Qisda eBook, abgerufen am 3. Mai 2011.
  6. Thalia.de: OYO WLAN+3G. Abgerufen am 17. August 2011.
  7. Thalia.de: OYO WLAN, OYO WLAN+3G. Die technischen Daten. Abgerufen am 17. August 2011.
  8. Thalia.de: Fragen und Antworten OYO.
  9. e-reader-forum.de: Muss der Oyo registriert werden, damit man ihn benutzen kann? 27. Dezember 2010.
  10. Thalia.de: Problemlösungen OYO.
  11. Lesen.net: Oyo (Thalia) im Test. Testbericht vom 26. Oktober 2010.
  12. Lesen.net: Oyo WLAN+3G (vorerst) gestorben. Newsmeldung vom 8. Februar 2011.
  13. Ansgar Warner: Thalia hat’s verpatzt: Start des Oyo 3G wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Meldung bei e-book-news.de vom 10. Februar 2011.
  14. Testberichte zum Thalia OYO bei testberichte.de. Abgerufen am 17. August 2011.
  15. a b Johannes Haupt: Buchmesse: Thalia zeigt zweite Oyo-Generation. Meldung bei heise.de vom 12. Oktober 2011.
  16. a b Oyo II von Thalia: E-Book-Reader mit WLAN enttäuscht im Test. Meldung bei teltarif.de vom 04. Dezember 2011.
  17. OYO II bei eBook-Fieber.de
  18. a b TEST: Thalia Oyo 2 Testbericht bei CME.at vom 8. Dezember 2011.