Objektkunst

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Rauschenberg: Riding Bikes, Objektkunst, 1998

Die Objektkunst ist eine aus der Assemblage besonders seit Ende der 1950er Jahre weiter entwickelte Kunstform, die einen oder mehrere vorgefundene Gegenstände – teilweise auch bearbeitet oder verfremdet – zum Kunstwerk erklärt. Die Ursprünge dieser Ausdrucksform liegen in den Collagen des Kubismus und Dadaismus sowie in Marcel Duchamps Ready-mades. Ein Beispiel der Objektkunst ist der Stierschädel (1942) von Pablo Picasso.

In den 1960er Jahren nahm die Objektkunst monumentale Formen an und entwickelte sich bis Ende des 20. Jahrhunderts zu begehbaren Environments und Architekturgebilden in Anlehnung an die dadaistischen Merzbauten von Kurt Schwitters. Ein aktuelles Beispiel ist die Arbeit letzte Ausfahrt (2007) von Kurt Fleckenstein. Überdimensional gebogene, schwarz geölte Leitplanken winden sich durch den Ausstellungsraum und füllen diesen gleichsam aus. Der Besucher erlebt die Dynamik und Körperlichkeit, indem er quasi durch das Objekt hindurchsteigen muss.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mariella de Battisti, Marisa Melis (Hrsg.): Die moderne Kunst. Malerei - Fotografie - Grafik – Objektkunst von Edward Lucie-Smith, Lara Vinca Masini, [Kurzbiographie: Lara Vinca Masini. Übers.: Annemarie Seling]. München: Cormoran, 1996, 552 S., ISBN 3-932100-05-0
  • Helmut Krudewig: Malerei und Objektkunst. Herzogenrat: Schumacher, 2005, 34 S., zahlr. Ill., ISBN 3-00-016352-2