Oceanus Procellarum

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Oceanus Procellarum
Location of Oceanus Procellarum.jpg
Der Vollmond mit dem großen Oceanus Procellarum. In der Ellipsenmitte und rechts die hellen Strahlenkrater Kepler und Kopernikus. Oben grenzt er an das Mare Frigoris, oben rechts an das große Mare Imbrium, unten rechts ans Mare Nubium und im Süden ans runde Mare Humorum.
Oceanus Procellarum (Mond Äquatorregion)
Oceanus Procellarum
Position 20,67° N, 56,68° WMoon20.67-56.68Koordinaten: 20° 40′ 12″ N, 56° 40′ 48″ W
Durchmesser 2592 km
Siehe auch Gazetteer of Planetary Nomenclature

Der Oceanus Procellarum (lateinisch „Ozean der Stürme“) ist eine sehr große, unregelmäßig geformte Marefläche auf dem Erdmond, im westlichen Teil der erdzugewandten Mondseite. Den Namen hat er von der früheren Annahme, dass seine Erscheinung mit dem abnehmenden Halbmond schlechtes Wetter bringe.

Oceanus Procellarum ist mit 2.500 km Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung und einer Fläche von mehr als 4.000.000 km² das größte der „Mondmeere“. Wie alle Maria wurde er von vulkanischen Aktivitäten gebildet, bei denen Lava und basaltisches Magma das Gebiet mit einer dicken, fast flachen Decke überzog. Anders als die meisten anderen Maria entstand er aber nicht durch einen Einschlag, sondern durch überfließendes Magma aus anderen Regionen, worauf die unregelmäßige Begrenzung hindeutet. Die Mondkruste unter der Basaltdecke bildet daher kein Einschlagsbecken, sondern ist relativ flach und ohne Mascons.

An seiner östlichen Hälfte liegen viele kleinere „Meere“ und „Buchten“. Im Nordosten ist Oceanus Procellarum vom großen Rund des Mare Imbrium nur durch einen flachen Übergang und die „Mondkarpaten“ getrennt, im Südosten vom Mare Nubium durch die Montes Riphaeus. Im Süden grenzt er an das Hochland beim Mare Humorum, im Südwesten an jenes zum Einschlagbecken Grimaldi. Die auffälligsten Strukturen im Oceanus sind – besonders bei Vollmond – die von Strahlensystemen umgebenen Krater Copernicus, Kepler und Aristarchus (siehe Bild rechts oben).

Die unbemannten Mondsonden Surveyor 1 und 3 sowie Luna 9 und 13 landeten im Oceanus Procellarum, ebenso wie die bemannte Apollo-12-Mission.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oceanus Procellarum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien