Onasander

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Onasandros (Ὀνάσανδρος, üblich auch die lateinische Form Onasander) war ein griechischer Philosoph und Militärschriftsteller und lebte im 1. Jahrhundert n. Chr.

Er verfasste einen Kommentar zu Platons Politeia, der verloren gegangen ist. Erhalten blieb sein Strategikos (Στρατηγικός, zu deutsch der in Feldherrndingen Erfahrene), ein kriegsgeschichtliches Werk mit einer Darstellung der Aufgaben eines Feldherrn, der Befähigung dazu und allgemeinen militärischen Regeln. Er widmete es dem Konsul des Jahres 49 n. Chr., Quintus Veranius, der später Legat in Britannien war und dort im Jahr 58 starb. Bei der Abfassung dieses Werkes stützte er sich unter anderem auf die Schriften des Aineias Taktikos.

Onasanders Werk umfasst einige der wichtigsten Abhandlungen über das antike Militärwesen und gestattet Einblicke in andere Werke über griechische Taktik, die nicht mehr verfügbar sind. Hervorzuheben sind dabei vor allem die durch ihn überlieferten Informationen zum Gebrauch der leichten Infanterie während der Schlacht.

Seine Bedeutung liegt vor allem darin, dass sein Strategikos die wichtigste Quelle für das Strategikon des Maurikios, die Leoninischen militärischen Institute von Leo VI. und die militärischen Schriften des Marschalls von Sachsen darstellte. Sowohl Onasanders Werk wie die von ihm beeinflussten Schriften zählen zu den Klassikern der Kriegskunstliteratur.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Aeneas Tacticus, Asclepiodotus, and Onasander. Translated by Illinois Greek Club (= Loeb Classical Library. 156). Heinemann, London / Cambridge, Massachusetts 1923, ISBN 0-674-99172-9.
  •  Werner Hahlweg (Hrsg.): Klassiker der Kriegskunst. Wehr und Wissen, Darmstadt 1960.
  •  Albert A. Stahel: Klassiker der Strategie. Eine Bewertung. 4. Auflage. vdf Hochschulverlag, Zürich 2004, ISBN 3-7281-2920-8, S. 37–38.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Lacus Curtius (Originaltext und englische Übersetzung der Loeb-Ausgabe).