Osteozyt

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TEM-Aufnahme eines in die Knochenmatrix eingebauten Osteozyten.

Osteozyten sind einkernige Zellen, welche in einem Lakunensystem der mineralisierten Knochenmatrix liegen. Sie entstehen aus Osteoblasten, welche im Zuge der Osteogenese eingemauert werden. Sie liegen damit in einem Hohlraumsystem zwischen den einzelnen Knochenlamellen. Dieses Hohlraumsystem besteht aus Lakunen, in denen der Zellkörper liegt, und feinsten Kanälchen (Canaliculi), in denen sich Zellausläufer befinden. Diese Zellausläufer vernetzen die Osteozyten über Gap Junctions miteinander und dienen dem Austausch von Nährstoffen.

Die Osteozyten füllen diese Hohlräume nicht vollständig aus. Es bleibt ein mit Kollagenfibrillen und interstitieller Flüssigkeit gefüllter Hohlraum frei. Durch dieses System sind die Osteozyten per Diffusion erreichbar. Die Funktion der Osteozyten ist noch nicht endgültig geklärt, aber es wird vermutet, dass sie an der Regulation des Knochenaufbaus bzw. Knochenumbaus mitwirken, da Bereiche, in denen sie abgestorben sind, durch Osteoklasten abgebaut werden.

Histologie[Bearbeiten]

Im Präparat ist der zu den Knochenlamellen parallel ausgerichtete Zellkern zu erkennen. Die eigentliche Form der Zelle ist nur in Spezialfärbungen, welche das Hohlraumsystem sichtbar machen in denen die Zellen liegen, zu erkennen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Renate Lüllmann-Rauch: Histologie, Verstehen-Nachschlagen-Lernen. 2003
  • Ulrich Welsch: Lehrbuch Histologie. 2002