Interstitium (Anatomie)

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Interstitium (lat.-anat.; ‚Zwischenraum‘), auch als Stroma (griech.-anat.) oder allgemeinsprachlich als Zellzwischenraum bezeichnet, nennt man in der Histologie das die parenchymatösen Organe durchziehende (stützende) und untergliedernde Zwischengewebe. Es handelt sich zumeist um Binde- und Stützgewebe, seltener auch um Epithelgewebe oder Muskelzellen.

Im Interstitium verlaufen die Versorgungsbahnen (Blutgefäße, Nerven) des Organs. Es untergliedert das entsprechende Organ in Lappen (Lobi), Läppchen (Lobuli) oder Komplexe. Es besteht nicht aus den organspezifischen Zellen und nimmt damit auch nicht direkt an der spezifischen Organfunktion teil.

Die Zellzwischenräume werden von der Interstitialflüssigkeit (Gewebsflüssigkeit) ausgefüllt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Interstitium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen