Ostroróg (Großpolen)

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Dieser Artikel beschreibt den Ort in der Woiwodschaft Großpolen. Für den gleichnamigen Ort bei Danzig siehe Ostroróg (Danzig), für das gleichnamige Adelsgeschlecht siehe Ostroróg (Adelsgeschlecht).
Ostroróg
Wappen von Ostroróg
Ostroróg (Polen)
Ostroróg
Ostroróg
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Szamotuły
Fläche: 1,26 km²
Geographische Lage: 52° 38′ N, 16° 28′ O52.63333333333316.466666666667Koordinaten: 52° 38′ 0″ N, 16° 28′ 0″ O
Einwohner: 1998
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 64-560
Telefonvorwahl: (+48) 61
Wirtschaft und Verkehr
Straße: PosenSieraków
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 84,99 km²
Einwohner: 4983
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3024053
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Roman Napierała
Adresse: ul. Wroniecka 14
64-560 Ostroróg
Webpräsenz: www.ostrorog.pl

Ostroróg (deutsch Scharfenort) ist eine Stadt mit knapp 2.000 Einwohnern in der polnischen Wojewodschaft Großpolen im Powiat Szamotulski.

Geschichte[Bearbeiten]

Ostroróg wurde 1383 erstmals urkundlich erwähnt. 1412 erhielt Ostroróg das Stadtrecht, 1546 wurden Ostroróg unter Sigismund dem Alten einige der umliegenden Gehöfte und Weiler angeschlossen. Seit 1436 war Ostroróg im Besitz der Adelsfamilie Ostroróg.

Nachdem Jakub Ostroróg für die Reformation gewonnen werden konnte, war die örtliche Kirche vorübergehend evangelisch; so zog im November 1553 mit Georg Israel ein für die Ausbreitung der Reformation in Großpolen bedeutender Geistlicher der Böhmischen Brüder in das örtliche Pfarrhaus ein.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Stadt ist an das polnische Schienennetz angeschlossen und verfügt über einen eigenen Bahnhof. Es ist eine Haltestelle der Linie 184 nach Szamotuł, die (außer Ostroróg) die Städte Szamotuły (Samter) und Międzychód (Birnbaum) durchquert.

Außerdem trifft hier die Woiwodschaftsstraße 306 von Olbrzycko auf die 184, die von Posen als 182 nach Sieraków führt.

Gmina Ostroróg[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Ostroróg gehören außerdem die folgenden kleineren Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name
(1939–45)
Bielejewo Bielejewo Bielejewo
Binino Binino Binin
Bobulczyn Bobulczyn (zu Bachfeld)
Dobrojewo Dobrojewo Pfaffensee
Forestowo Forestowo Forestowo
Karolewo Karolewo Karolewo
Klemensowo Klemensowo Klemensowo
Kluczewo Gut Klutschewo Steinort
Kluczewo-Huby Klutschewo Steinort
Oporowo Oporowo Bachfeld
Ostroróg Scharfenort Scharfenort
Piaskowo Sandhofen Sandhofen
Rudki Rudki Lichtenberg
Rudki-Huby Rudki Hauland Lichtenberg Hauland
Szczepankowo Szczepankowo Abbau
1908–18 Stephanshofen
Stefanshofen
Wielonek Wielonek Waldhau
Zapust Zapust Zapust

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 28. November 2014.
  2. Georg Wolfgang Karl Lochner: Entstehung und erste Schicksale der Brüdergemeinde in Böhmen und Mähren und Leben des Georg Israel, gedruckt und verlegt von Georg Campe 1832