Pampashasen

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Pampashasen
Großer Pampashase (Dolichotis patagonum)

Großer Pampashase (Dolichotis patagonum)

Systematik
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
Familie: Meerschweinchen (Caviidae)
Unterfamilie: Pampashasen (Dolichotinae)
Gattung: Pampashasen
Wissenschaftlicher Name
Dolichotis
Desmarest 1820

Die Pampashasen oder Maras (Dolichotinae) bilden eine Unterfamilie der Meerschweinchen in der Ordnung der Nagetiere. Es gibt nur eine Gattung (Dolichotis) mit den beiden Arten: Eigentlicher oder Großer Pampashase (D. patagonum) und Kleiner Pampashase (D. salinicola).

Merkmale[Bearbeiten]

Ober- und Unterseite des Fells sind am hinteren Ende scharf voneinander abgesetzt: unten weiß, oben grauschwarz. Der kleine Pampashase ist etwa 30 cm kleiner als der große Pampashase, welcher eine Kopf-Rumpf-Länge von 65 – 81 cm und eine Schwanzlänge von etwa 5 cm erreichen kann. Die Weibchen der großen Maras erreichen durchschnittlich ein Gewicht von 8,3 kg, die Männchen hingegen nur 7,7 kg. Das Höchstgewicht der Tiere beträgt 16 kg. Sitzend erinnert das Tier an einen Hasen, im Stehen jedoch an ein kleines Huftier.[1].

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiete der beiden Arten der Pampashasen (violett: Großer Pampashase, grün: Kleiner Pampashase)

Beide Arten leben in Südamerika. Der Große Pampashase bewohnt die großen Grasebenen der Pampas Argentiniens,[2] der Kleine Pampashase lebt dagegen in den trockenen Gebieten des Gran Chacoim Norden Argentinien, dem äußersten Süden Boliviens und Paraguay.[3] Dadurch, dass die Tiere stets Grassteppen oder Wälder bewohnen, können sie stets Deckung vor Feinden suchen.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Pampahasen wechseln ihren Partner ausschließlich, wenn dieser stirbt. Das Weibchen ist alle drei bis vier Monate paarungs- und nur eine halbe Stunde empfängnisfähig. Sie werfen einmal pro Jahr, was auf die Monate von August bis November fällt. Die Maras können ein bis maximal fünf Junge zur Welt bringen, was sich nach einer Tragzeit von ca. 90 Tagen ereignet. Die Tiere haben eine Lebensdauer von ca. 10 bis 15 Jahren.

Zu den natürlichen Feinden zählen Katzen, Grisons, Pumas und Kampfüchse. Greifvögel können lediglich für die Jungen lebensbedrohlich werden. Da sich die Zahl der freilebenden Maras dezimiert hat, was auf die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes zurückzuführen ist, wurden sie von der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) als gering gefährdet eingestuft.

Belege[Bearbeiten]

  1. Lateinamerika Journal - Tier des Monats Januar: Mara / Pampashase
  2. Dolichotis patagonum in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.2. Eingestellt von: R. Ojeda, U. Pardinas, 2008. Abgerufen am 5. März 2012
  3. Dolichotis salinicola in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.2. Eingestellt von: J. Dunnum, J. Vargas, N. Bernal, U. Pardinas, R. Ojeda, 2008. Abgerufen am 5. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pampashasen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien