Panyassis

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Panyassis, auch Panyasis (griechisch Πανύασις, auch Πανύασσις; * etwa 505/500 v. Chr. in Halikarnassos; † etwa 455/450 ebendort) war ein antiker griechischer Ependichter.

Leben[Bearbeiten]

Panyassis war ein Verwandter, wohl Cousin, des Historikers Herodots und gehörte zur Aristokratie von Halikarnassos. Nachdem dort um 460 v. Chr. der Tyrann Lygdamis die Herrschaft übernommen hatte, mussten Panyassis und Herodot nach Samos emigrieren. Einige Jahre später kehrte Panyassis in seine Heimatstadt zurück und wurde von Lygdamis hingerichtet.

Werke[Bearbeiten]

Von Panyassis sind zwei Werke bekannt, die bis auf wenige Fragmente nicht überliefert sind.

Ionika

(Ἰωνικά), „Ionische Geschichten“, laut Suda 7000 Verse in Distichen. Das Werk schilderte die Geschichte Ioniens von der mythischen Zeit bis zur Gründung der ionischen Kolonien.

Herakleia

(Ἡράκλεια, mitunter Ἡρακλειάς oder Ἡρακληΐς), über den Halbgott Herakles, 9000 Hexameter, die in 14 Bücher aufgeteilt waren. Die erhaltenen Fragmente (etwa 60 Verse) zeigen, dass Panyassis außer den zwölf kanonischen Taten auch weitere schilderte, und bieten einen Einblick in die zeitgenössische griechische Mythologie.

Nachleben[Bearbeiten]

Während die Ionika durch spätere Prosawerke, z. B. das Herodots, überholt wurden, waren die Herakleia noch in hellenistischer Zeit eine oft benutzte Quelle für mythologische Darstellungen.

Im 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr. erhielten Panyassis und Herodot in Halikarnassos als die bekanntesten Söhne der Stadt ein Ehrenmonument.

Literatur[Bearbeiten]