Parenteral

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Parenteral bedeutet wörtlich „am Darm vorbei“, „unter Umgehung des Darmes“ (beide Wortteile kommen aus dem Griechischen: παρα-, para-, „neben-“, έντερο(ν), éntero(n), „der Darm“) und bezeichnet den Weg, auf dem Stoffe oder Krankheitserreger unter Umgehung des Darmtraktes in den Körper gelangen. Medizinisch und pharmazeutisch wird der Begriff jedoch meistens enger gefasst.[1][2] So definiert das Arzneibuch Parenteralia als „sterile Zubereitungen, die zur Injektion, Infusion oder Implantation in den menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind.“[3]

Beispiele für eine parenterale Verabreichung sind:

Pharmazeutisch werden die Parenteralia gemäß Arzneibuch unterteilt in Injektionszubereitungen, Infusionszubereitungen, sowie Pulver, Konzentrate und Gele zur Herstellung von Injektions- bzw. Infusionszubereitungen und Implantaten.

Gebräuchlich ist der Begriff parenteral auch im Zusammenhang mit der parenteralen Ernährung (bei der alle Nährstoffe intravenös infundiert werden), um diese abzugrenzen von einer enteralen künstlichen Ernährung.

Die parenterale Infektion beschreibt Infektionswege, den Krankheitserreger außer über den Darm als Eintrittspforte nehmen können.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: parenteral – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. K.H. Bauer, K.-H. Frömming, C. Führer: Pharmazeutische Technologie. 2. Auflage, Thieme Verlag (1989), S. 279.
  2. E. Mutschler, G. Geisslinger, H. K. Kroemer, P. Ruth, M.Schäfer-Korting: Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie. 9. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2008, S. 7. ISBN 3-8047-1952-X
  3. Europäisches Arzneibuch 6. Ausgabe, Grundwerk (Ph.Eur. 6.0), S. 1024
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen