Parteiendemokratie

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Als Parteiendemokratie bezeichnet man ein demokratisches System, in dem die politischen Parteien die entscheidende Rolle bei politischen Entscheidungen innehaben. Der Begriff kann sowohl wertneutral sein, als auch eine Kritik an einer zu starken Rolle der Parteien beinhalten (ähnlich wie Mediendemokratie eine zu starke Rolle der Medien kritisieren kann).

Rolle der Parteien[Bearbeiten]

Die Parteien spielen in allen westlichen repräsentativen Demokratien eine wichtige Rolle, da ihnen vor allem bei der Rekrutierung von Personal für die Politik eine entscheidende Rolle zukommt.

In der Bundesrepublik Deutschland wirken die Parteien gemäß Art. 21 des Grundgesetzes bei der politischen Willensbildung des Volkes mit und sind zur innerparteilichen Demokratie verpflichtet. Sie besitzen de facto das Monopol für politische Entscheidungen und für die Aufstellung der nach dem Verhältniswahlrecht gewählten Abgeordneten in Bund und Ländern. So hat etwa ein Kandidat, der sowohl für ein Direktmandat als auch auf einer Landesliste einer Partei kandidiert, gleich zwei Chancen gewählt zu werden gegenüber einem parteilosen Kandidaten, der nur mit der Erststimme gewählt werden kann.

Auch dürften die meisten Wähler von Landtags- und Bundestagswahlen nicht wissen, wen sie überhaupt wählen. Der Stimmzettel nennt nur die Kandidaten der ersten Plätze für die Abgabe der Zweitstimme. Somit wird fast blind gewählt.

Die Existenz einer pluralistischen Parteienlandschaft in Verbindung mit freien Wahlen wird mitunter als positiv für ein demokratisches System angesehen.

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