Peacemaker (Comics)

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Peacemaker ist der Titel einer Reihe von Comicveröffentlichungen, die seit 1966 von den US-amerikanischen Verlagen Charlton Comics bzw. DC-Comics (seit 1984) herausgegeben werden.

Die Comics der Peacemaker-Reihe beschreiben überwiegend Abenteuer- und Spionagegeschichten, beinhalten aber auch Elemente des Science-Fiction, zumal des Superhelden-Genres.

Veröffentlichungsdaten[Bearbeiten]

Die erste Peacemaker-Geschichte wurde im November 1966 im hinteren Teil des Comicheftes Fightin'5 #40 veröffentlicht. Autor dieser Geschichte war der Schriftsteller Joe Gill, die zeichnerische Umsetzung der Geschichte besorgte der Künstler Pat Boyette.

Im Anschluss an diese Geschichte, und eine weitere Peacemaker-Geschichte, die in Fightin'5 #41 erschien, begann der Verlag Charlton Comics, in dessen Programm Fightin'5 erschien, den Stoff in den Mittelpunkt einer eigenständigen, kurz Peacemaker betitelten Serie zu stellen. Zwischen März und November 1967 erschienen in zweimonatlichem Rhythmus insgesamt fünf Ausgaben der Serie.

Nachdem Charlton Comics in den frühen 1980er Jahren seine Tätigkeit eingestellt hatte, erwarb der Verlag DC-Comics die Rechte an dem Peacemaker-Stoff. DC verwertete die Rechte unter anderem in einer vierteiligen, zwischen Januar und April 1988 veröffentlichten, Miniserie.

Handlung[Bearbeiten]

Peacemaker beschreibt die Abenteuer eines jungen pazifistischen Diplomaten namens Smith, der - so der Werbeslogan der Ur-Serie aus den 1960er Jahren - "den Frieden so sehr liebt, dass er bereit ist, für ihn in den Krieg zu ziehen". Um seine Vision von einer friedlichen Welt zu verwirklichen bedient Peacemaker sich eines Arsenals von, nicht-tödlichen, High-Tech-Waffen wie einem Raketenrucksack, eine schwer durchdringliche Rüstung, Kommunikationshelm und militärischem Kampfequipment.

Im Verlauf der frühen Peacemaker-Geschichten wendet der Titelheld sich vor allem gegen verschiedene Diktatoren, Waffenhändler und sogenannte Warlords in Krisengebieten. Außerdem gründet er das sogenannte „Pax Institute“, eine Institution, die sich der Forschung nach effektiven Wegen zur Sicherung des Friedens verschrieben hat.

In späteren Geschichten der Reihe wird schließlich enthüllt, dass Smith auf seine verdrehte Idee, Frieden durch Gewaltanwendung zu erreichen, infolge eines Nervenzusammenbruchs verfallen war, den er erlitt als er von der Tätigkeit seines Vaters als Kommandant eines Konzentrationslagers während des Zweiten Weltkrieges erfuhr. Seither wähnt Smith sich von dem Geist seines toten Vaters verfolgt, der ihn unablässig wegen seiner Handlungen kritisiert. Nachdem sich Smiths mentaler Zustand weiter verschlechtert schlägt seine Neigung, auf keinen Fall zu töten, ins Gegenteil um, und er wird zu einem Vigilanten, der selbst den geringsten Anlass zum Vorwand nimmt, um seine Gegenspieler umzubringen. Bei einer Auseinandersetzung mit dem monströsen Eclipso kommt Smith dann augenscheinlich ums Leben.

Als Smiths Nachfolger in der Peacemaker-Identität werden ein anonymer Mann, der in Justice League International #65 auftaucht, und Mitchell Black, ein Chirurg, der für Smiths Pax Institute arbeitet, der dessen Nachfolge übernimmt. In Alan Moores Miniserie Watchmen taucht zudem der auf Peacemaker beasierende Charakter "The Comedian" auf.