Pheidon (Argos)

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Pheidon (griechisch Φείδων), auch Phaidon, der Sohn des Aristodamidas, war nach der griechischen Mythologie König von Argos. Nach dem Tod seines Vaters verjagte er seinen Bruder Karanos aus Argos und bestieg den Thron. Er vergrößerte die Macht von Argos und versuchte, die Macht Korinths zu brechen, indem er verlangte, tausend Jünglinge zur Kriegsausbildung zu schicken. Er hatte vor diese Jünglinge zu töten, um das Heer der Korinther erheblich zu schwächen. Sein Plan flog auf und die Jünglinge wurden nicht geschickt.

Er soll in Argos Maße und Gewichte für Flüssigkeiten und Feststoffe eingeführt haben und als erster Grieche Silbermünzen, die er auf Aigina prägen ließ, in Umlauf gebracht haben. Als die Pisaier die 8. Olympischen Spiele (748 v. Chr.) anstelle der Eleer selbst ausrichten wollten, riefen sie Pheidon zu ihrer Unterstützung. Er galt als sehr gewalttätig und soll das Königtum in eine Tyrannis verwandelt haben. Sein Sohn Leokedes wurde sein Nachfolger.

Über die (mythologischen) Lebzeiten Pheidons herrscht eine Forschungskontroverse. Einige Historiker vertreten, dass er zur Zeit der 8. Olympischen Spiele (748 v. Chr.) gelebt haben soll, andere legen die Olympischen Spiele 100 Jahre später und orientieren sich für seine Lebzeit an der Schlacht von 669/668 v. Chr., in welcher Argos die Spartaner besiegte und welche Pheidon angeführt haben soll. Die Parische Chronik berichtet Pheidon habe 895/894 v. Chr. die Maße und die Münzen in Aigina eingeführt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Herodot, Historien, 6, 127.
  • Pausanias, Reisen in Griechenland, 6, 22, 2.
  • Parische Chronik, Zeile 30.

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Aristodamidas König von Argos
8. Jahrh. v. Chr.
(fiktive Chronologie)
Leokedes