Phenalkamine

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Ein typisches Cardanol. Hieraus werden durch Einführung von Aminogruppen Phenalkamine hergestellt.

Als Phenalkamine (Phenolalkanamine) bezeichnet man bestimmte teilsynthetische Härter für Epoxidharze, die selbst bei niedrigen Temperaturen (unter 5 °C) schnell aushärten. Sie sind wenig empfindlich gegen Feuchtigkeit während der Aushärtung (selbst unter Wasser) und bieten gute chemische Beständigkeit und Elastizität.[1] Deshalb eignen sie sich besonders zur Herstellung von Meeres- und Offshore-Lacken, von lösungsmittelfreien Bodenbeschichtungen für die Industrie, für Beschichtungen landwirtschaftlicher Geräte sowie für Tank- und Rohrauskleidungen.

Phenalkamine werden aus den in Cashew-Schalenöl vorhandenen Cardanolen hergestellt. Dabei werden am Ring über eine Mannich-Reaktion mit Aldehyden (v. a. Formaldehyd) und Polyaminen Aminoalkylgruppen eingeführt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. anacardium.info: Phenalkamine (pdf; 89 kB), Übersicht des Herstellers Cardolite Corp.
  2. Patent US6262148: Phenalkamine curing agents and epoxy resin compositions containing the same. Veröffentlicht am 17. Juli 2001, Erfinder: FRANK CHENG CHI-WEN, DAVID BENDER, TIE WANG HSING.