Phenoxazin

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Strukturformel
Strukturformel von Phenoxazin
Allgemeines
Name Phenoxazin
Andere Namen
  • 10H-Phenoxazin
  • Dibenzo[1,4]oxazin
Summenformel C12H9NO
CAS-Nummer 135-67-1
PubChem 67278
Kurzbeschreibung

farblose Blättchen[1]

Eigenschaften
Molare Masse 183,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

156 °C[2]

Löslichkeit
  • löslich in Alkohol, Ether, Chloroform[1]
  • wenig löslich in Petrolether [2]
  • unlöslich in Wasser[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Phenoxazin ist eine heterocyclische Kohlenstoffverbindung. Das Gerüst des Phenoxazins, ein Oxazin, an das zwei Benzolringe kondensiert sind, tritt als Grundkörper einiger natürlich vorkommender Stoffe, z. B. der Actinomycin-Antibiotika und der Indaminfarbstoffe[4], auf. So sind Lackmus und Orcein Phenoxazinfarbstoffe.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Phenoxazinderivate (wie Oxonin und Capriblau GN) wurden früher zur Seidenfärberei eingesetzt, aufgrund ihrer mangelnden Lichtechtheit verschwanden sie jedoch im Laufe der Zeit vom Markt. Da ihre Lichtbeständigkeit auf Acrylfasern deutlich besser ist, erlebten diese Farbstoffe eine Renaissance.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.1. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2008.
  2. a b The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals, 14. Auflage (Merck & Co., Inc.), Whitehouse Station, NJ, USA, 2006; S. 1252−1253, ISBN 978-0-911910-00-1.
  3. a b Datenblatt Phenoxazine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 29. Mai 2011 (PDF).
  4. Ingo Klöckl: Chemie der Farbstoffe und Pigmente - synthetische organische Farbmittel, abgerufen 31. März 2013.
  5. Andreas Martens, TU Braunschweig: Indikatoren (PDF; 1,4 MB), abgerufen 31. März 2013.