Plattitüde

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Der Begriff Plattitüde (in der alten Schreibweise noch Platitüde oder französisch Platitude; frz.: „Flachheit“, „Plattheit“) bezeichnet eine inhaltslose Redewendung. Wie die Floskel hat die Plattitüde ihre Berechtigung in der Kommunikation als Platzhalter oder Sprachfüllsel.

Der Begriff stammt aus dem Französischen und wurde von der deutschen Oberschicht als gehobener Begriff für einen Gemeinplatz, eine inhaltsleere Plattheit oder Seichtheit[1] gebraucht. Heute wird er überwiegend negativ im Journalismus genutzt, um ähnliche Aussagen, die in neue Gewänder gekleidet werden, zu bezeichnen.

Als Beispiel können Wahlkampfversprechen dienen wie dasjenige, die Steuern zu senken, ohne dabei konkrete Angaben zu machen, welche Steuern dies betrifft, wie das finanziert oder in welchem Zeitrahmen es geschehen soll.

Ambrose Bierce, Des Teufels Wörterbuch, verwendet das anschauliche Beispiel, dass Applaus nur „das Echo einer Platitüde“ sei.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. vgl. Duden, Band 1: Die Rechtschreibung, 24. Aufl. Mannheim 2006. S. 790
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