pro bono
Pro bono steht für die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der Öffentlichkeit).
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„pro bono“ im Rechtswesen [Bearbeiten]
Der Begriff bedeutet meist kostenlose Beratung und Vertretung und wird in der Regel in der Zusammensetzung „Pro-bono-Anwalt“ oder „Pro-bono-Mandat“ verwendet. Bei der Geltung des deutschen Rechts ist jedoch zu beachten, dass ein Rechtsanwalt nicht ohne Weiteres auf alle Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) verzichten darf. Außerdem sind die Vorschriften des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) zu beachten. In Deutschland tritt Pro-bono-Rechtsberatung mittlerweile immer stärker in den Vordergrund[1], was sich auch in der Gründung studentischer Rechtsberatungen niederschlägt.[2] 2011 machte Student Litigators als erste selbständige studentische Rechtsberatung den Auftakt.[3]
„pro bono“ in der Medizin [Bearbeiten]
Auch in der Medizin findet der Begriff „pro bono“ häufig Verwendung bei kostenloser medizinischer Behandlung oder Beratung. Wenn bspw. eine Operation „pro bono“ ist, tragen der Arzt oder das Krankenhaus alle entstandenen Kosten. Auch „pro bono“ Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Tabakprävention tritt in Deutschland immer stärker in den Vordergrund.[4] 2011 machte auf Schulebene der Verein „Aufklärung gegen Tabak e.V.“ als das erste selbstständige von Medizinstudierenden organisierte Schulprojekt den Auftakt.[5][6]
„pro bono“ in der Wirtschaft [Bearbeiten]
In der Wirtschaftswelt steht der Begriff häufig für (bezahlte) Freistellungen von Mitarbeitern durch ihren Arbeitgeber zur Ermöglichung gemeinnütziger Aktivitäten. So gibt es in einigen Unternehmen einen „Tag des Ehrenamtes“, an dem (fast) alle Mitarbeiter in einem gemeinsamen Projekt außerhalb des normalen Unternehmenszwecks tätig werden. Andere Unternehmen haben sogar festgelegte Zeitbudgets, in denen jeder Mitarbeiter sein Know-how während der Arbeitszeit in ein selbstgewähltes gemeinnütziges Projekt einbringen kann – oft sind dies Maßnahmen mit dem Ziel der Imagepflege verbunden.
„pro bono“ im Journalismus [Bearbeiten]
In journalistischen Texten wird der Begriff manchmal gleichbedeutend mit „wohlmeinend, aber folgenlos“ verwendet.
„pro bono“ in der Softwareentwicklung [Bearbeiten]
In der Softwareentwicklung versehen häufig Autoren freier Software ihre Produkte mit diesem Hinweis, um zu verdeutlichen, dass Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen sind, jedoch Assistenz bzw. sofortige Umsetzung nicht erwartet werden kann.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2011/11/pro-bono-verein-gegrundet-kanzleien-fordern-mehr-gemeinnutzige-rechtsberatung
- ↑ http://www.jurablogs.com/de/student-litigators-studentische-rechtsberatung
- ↑ http://www.azur-online.de/2011/11/29/premiere-studentische-rechtsberatungsgesellschaft-geht-an-den-start
- ↑ http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/bronchial-karzinom/article/671508/preis-erfolgreiche-tabakpraevention.html
- ↑ http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Start-fuer-Schulkampagne-gegen-Tabakkonsum-_arid,310944_costart,1_regid,1_puid,1_pageid,113.html
- ↑ http://www.rauchmedizin.de
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