Pterygium conjunctivae

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Klassifikation nach ICD-10
H11.0 Pterygium
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
Entfernung eines Pterygium conjunctivae

Unter einem Pterygium conjunctivae (v. griech. pteryx „Flügel“ und lat. coniungere „verbinden“) wird in der Augenheilkunde eine gefäßhaltige Gewebswucherung der Bindehaut verstanden, die auf die Hornhaut übergreift. Das Pterygium ist operabel und in der Regel gutartig, neigt allerdings zu Rezidiven.

Diese Wucherung ist eine oft dreieckige Bindehautfalte im Lidspaltenbereich, die meist von der Nasenseite aus in Richtung Hornhautzentrum wächst. Anfänglich kann sie ein reibendes Fremdkörpergefühl verursachen, stört aber in der Regel nicht. Tritt eine Verschiebung der keilförmigen Wucherung vom Hornhautrand zur Hornhautmitte auf, so dass eine Herabsetzung der Sehschärfe droht, ist eine operative Behandlung indiziert, die auch ambulant durchführbar ist. In ausgeprägten Fällen eines Pterygium conjunctivae kann eine Verziehung der Hornhaut auftreten, die zu einer Hornhautverkrümmung führt. Durch eine Bewegungseinschränkung des Augapfels kann es zu Doppelbildern kommen.

Diese durchscheinende Verdopplung der Bindehaut kann durch Sonnenstrahlung hervorgerufen werden und tritt gehäuft bei Menschen auf, die viel im Freien arbeiten.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Th. Axenfeld (Begr.), H. Pau (Hrsg.): Lehrbuch und Atlas der Augenheilkunde. Unter Mitarbeit von R. Sachsenweger u. a., S. 198 ff., Stuttgart: Gustav Fischer Verlag, 1980, ISBN 3-437-00255-4
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