Puerto Hambre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

-53.636666666667-70.933333333333Koordinaten: 53° 38′ S, 70° 56′ W

Karte: Chile
marker
Puerto Hambre

Puerto Hambre (deutsch: Hungerhafen), seltener auch Puerto de la Hambre genannt, ist eine Bucht an der Nordküste der Magellanstrasse, rund 60 km südlich von Punta Arenas in Chile gelegen. Die Bucht wird nördlich von der Halbinsel Punta Santa Ana begrenzt, wo sich Fuerte Bulnes befindet, und endet südlich davon an der Mündung des Río Sedger.[1] An der Straße von Punta Arenas nach Puerto Hambre steht ein Wegmal, das die halbe Strecke zwischen dem Südpol und der chilenischen Grenze mit Peru markiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Am Puerto Hambre wurde im März 1584 von Pedro Sarmiento de Gamboa die Siedlung Rey Don Felipe gegründet. Die ersten spanischen Siedler verhungerten aufgrund der kargen Vegetation. Der englische Pirat Thomas Cavendish fand 1587 die Ruinen der Siedlung. Rund 300 Siedler waren verhungert bzw. erfroren. Er nannte den Ankerplatz Port Famine.

1828 erreichte das englische Schiff HMS Beagle unter Kapitän Pringle Stockes Puerto de Hambre. Zwischen 1832 und 1834 reiste auch Charles Darwin auf der Beagle in der Gegend südlich von Feuerland.

Am 21. September 1843 gründete John Williams Wilson die Festung Fuerte Bulnes.[2] Obwohl auch diese Siedlung nur kurze Zeit aufrechterhalten werden konnte, war die Aktion von nachhaltiger Bedeutung für die Inkorporation der Magellanstraße in das chilenische Hoheitsgebiet.

Seit dem 1. Februar 1968 gelten die Ruinen von Puerto del Hambre als Nationales Monument.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Puerto Hambre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Departamento de Navegación e Hidrografía (Hrsg.): Apuntes hidrográficos sobre la costa de Chile. Acompañados de algunos planos levantados, por los oficiales de la armada de la república. Imprenta Nacional, Santiago de Chile 1866 (http://books.google.de/books?id=YL00AQAAMAAJ, abgerufen am 29. Januar 2013).
  2.  Armada de Chile (Hrsg.): Juan Guillermos - Capitán de Fragata. 28. September 2007 (Online-Biografie der chilenischen Marine, abgerufen am 20. November 2008).