Raffaello Matarazzo

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Raffaello Matarazzo (* 17. August 1909 in Rom; † 17. Mai 1966 ebenda) war ein italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Matarazzo betätigte sich in jungen Jahren als Filmkritiker für „Il Giornale di Sicilia“ und „L'Italia Letteraria“, bevor er sich 1931 dem Kino zuwandte, für das er zunächst als Regieassistent und dann als Drehbuchautor wirkte. Nach dem Kurzfilm Mussolini di Sardegna und zwei weiteren Skripten debütierte er 1933 für das Kino mit dem überaus erfolgreichen und inventiven Treno popolare, in dem Matarazzo Motive des Italienischen Neorealismus vorwegnahm und der von Kritikern wie Publikum begeistert aufgenommen wurde. Mit seinen folgenden Filmen konnte Matarazzo dieses Niveau nicht halten; oftmals handelt es sich um durchschnittliche Komödien banalen Inhaltes. Erst 1949 konnte er mit Catene (deutscher Titel Sühne ohne Sünde) den er für die „Titanus“ und „Labor Film“ drehte, wieder einen großen Erfolg landen. Das kriminalistische Melodram war mit Amedeo Nazzari und Yvonne Sanson besetzt und ein großer Kassenerfolg; Matarazzo ließ ähnliche Filme mit ähnlichem Kassenergebnis folgen. Bis zu seinem Tod mit 56 Jahren variierte er diese Formel bei abnehmenden Erfolgen. Der zu seinen Lebzeiten von der Kritik aufgrund seiner künstlerischen Entwicklungen oft Geschmähte erfuhr später eine Neubewertung.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1933: Treno popolare
  • 1942: Hochzeitstag (Giorno di nozze)
  • 1949: Sühne ohne Sünde (Catene)
  • 1951: Mutterliebe, Mutterleid (I figli di nessuno)
  • 1951: Opfergang einer Mutter (Tormento)
  • 1953: Silvana (Vortice)
  • 1953: Verdi, ein Leben in Melodien (Giuseppe Verdi)
  • 1954: Dirnentragödie (La schiava del peccato)
  • 1954: Das Schiff der verlorenen Frauen (La nave delle donne maledette)
  • 1955: Frauen hinter Gittern (Angelo bianco)
  • 1955: Das Reismädchen (La risaia)
  • 1964: Amore mio

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano. I Registi. Gremese Editore, Rom 2002, S. 279