Retentionsfläche

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Eine Retentionsfläche ist ein Begriff aus der Wasserwirtschaft und bezeichnet eine neben einem Fließgewässer zumeist tiefer liegende Fläche, die im Falle eines Hochwasserabflusses als Überflutungsfläche genutzt werden kann.

Ihre Benutzung schwächt damit die Hochwasserwelle ab, da der Querschnitt des Flusses erheblich erweitert wird. Flussabwärts steigt die Hochwasserwelle merklich langsamer, sie wird verzögert und verläuft flacher. Die Retention ist umso größer, je geringer das Gefälle ist. Die auf der Retentionsfläche gespeicherten Wassermassen werden zeitverzögert wieder an den Fluss abgegeben.

Die Retentionsfläche wird entweder künstlich angelegt (Wasserbauliche Maßnahme) oder ist eine natürliche Gegebenheit.

Der Zufluss zur Retentionsfläche kann zumeist durch menschlichen Eingriff gesteuert werden und so gezielt geöffnet werden.

In Zeiten ohne Überflutung wird die künstliche Retentionsfläche zumeist landwirtschaftlich genutzt. Selten genutzte Flächen laufen Gefahr, dass sich eine immer höherwertige Nutzung einstellt.

Die Schaffung von Retentionsflächen ist eine Hochwasserschutzmaßnahme. Mit jeder weiteren Hochwasserschutzmaßnahme wird auch zwangsläufig ein gewisser Verlust von Retentionsfläche verbunden sein, dies ist eine systembedingte Tatsache.

Siehe auch: Überschwemmungsgebiet