Retrograde Amnesie

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Klassifikation nach ICD-10
R41.2 Retrograde Amnesie
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Eine retrograde Amnesie (lat.: retro = rückwärts; engl.: retrograde amnesia) ist eine spezielle Form der Amnesie, bei der Personen nicht mehr in der Lage sind, sich an Geschehnisse vor einem bestimmten, meist traumatischen, Ereignis zu erinnern.

Der Gedächtnisverlust bezieht sich auf einen (zumeist kurzen) Zeitraum vor dem bestimmten Ereignis, ein Patient kann sich beispielsweise nicht mehr an einen Unfallhergang erinnern. Wenn diese Erinnerungslücken schwerwiegend sind, kann die dadurch entstehende Unsicherheit für die Betroffenen quälend sein.

Eine retrograde Amnesie kann in Verbindung mit einer im Vordergrund stehenden anterograden Amnesie auch bei einem Korsakow-Syndrom auftreten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beatrice R. Amann-Vesti: Klinische Pathophysiologie: 239 Tabellen. Stuttgart/New York: Thieme 2006, ISBN 978-3-13-449609-3
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