Rhaetium
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| System | Serie | Stufe | ≈ Alter (mya) |
|---|---|---|---|
| höher | höher | höher | jünger |
| Trias | Obertrias | Rhaetium | 199,6–203,6 |
| Norium | 203,6–216,5 | ||
| Karnium | 216,5–228,7 | ||
| Mitteltrias | Ladinium | 228,7–237 | |
| Anisium | 237–245,9 | ||
| Untertrias | Olenekium | 245,9–249,5 | |
| Indusium | 249,5–251 | ||
| tiefer | tiefer | tiefer | älter |
Das Rhaetium (Rhät, auch Rät) ist eine international anerkannte geologische Stufe der Obertrias, die einen Zeitraum von etwa 203,6 bis 199,6 Mio. Jahren umfasst[1]. Das Rhaetium ist die letzte (jüngste) Stufe der Trias und folgt auf das Norium. Auf das Rhaetium folgt das Hettangium. Die Bezeichnung wurde von Albert Oppel und Eduard Suess 1856 vorgeschlagen.
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[Bearbeiten] Namensgebung
Das Rhaetium ist nach den Rätischen Alpen (alte Schreibweise Rhätische Alpen) in der Ostschweiz und dem anschließenden Grenzgebiet Italiens und Österreichs benannt. Sie wurde von Albert Oppel und Eduard Suess 1856 vorgeschlagen.
[Bearbeiten] Definition
Die biostratigrafische Abgrenzung des Rhaetiums erfolgt durch Ammoniten. Das Ende wird durch das Auftreten von Psiloceras planorbis definiert, der basalen Ammonitenzone des Hettangiums, der ersten Stufe des Juras. Die oberste Ammonitenzone des Rhaetium ist im Tethys-Bereich die Zone des Choristoceras marshi. Die tiefste (erste) Ammonitenzone des Rhaetiums ist im Tethysbereich Sagenites reticulatus. Im borealen Bereich kommt dieser Ammonit nicht vor. Hier ist die Zone des Cochloceras amoenum die tiefste Ammonitenzone des Rhaetiums. Außerdem treten nahe der Basis auch die Conodonten Misikella spp. und Epigondolella mosheri erstmals auf, ebenso die Radiolarien-Art Proparvicingula moniliformis.
[Bearbeiten] Situation in Mitteleuropa zur Zeit des Rhaetium
In Mitteleuropa ist die geologische Stufe des Rhäts durch den Obersten Keuper oder Rhätkeuper repräsentiert. Erste flachmarine Ablagerungen deuten auf die Rückkehr des Meeres hin, das dann im Jura weite Teile Mitteleuropas überfluten wird.
[Bearbeiten] Referenzen
- ↑ nach Brack et al (2005): 207 bis 201 Millionen Jahre
[Bearbeiten] Literatur
- Peter Brack, Hans Rieber, Alda Nicora und Roland Mundil: The Global boundary Stratotype Section and Point (GSSP) of the Ladinian Stage (Middle Triassic) at Bagolino (Southern Alps, Northern Italy) and its implications for the Triassic time scale. Episodes, 28(4): 233-244, Beijing 2005 ISSN 0705-3797.
- Felix Gradstein, Jim Ogg, Jim & Alan Smith: A Geologic timescale. Cambridge University Press 2005, ISBN 9780521786737
- Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278, Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.
[Bearbeiten] Weblinks
- Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002. Potsdam, 2002 ISBN 3-00-010197-7 (PDF; 6,57 MB)
- Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Stratigraphische Tabelle von Österreich (sedimentäre Schichtfolgen). Wien, 2004 (PDF; 376 KB)
- Norges Network of offshre records of geology and stratigraphy
- Overview of Global Boundary Stratotype Sections and Points (GSSP's) von Jim Ogg

