Rowanzug

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Modell eines Rowanzuges der Jungfraubahn aus dem Jahr 1906
Führerstand der Lok He 2/2 6 der Jungfraubahn

Ein Rowanzug ist eine nach dem System Rowan erbaute Zugkomposition. Die Konstruktion geht auf den Engländer William Robert Rowan zurück, der sie als Direktor der dänischen Waggonfabrik Scandia AS in Randers entwickelte und damit vor allem bei Dampftrambahnen bemerkenswerte Erfolge erzielte.

In Schweden wurden in Skåne fünf als mit Dampftriebwagen bediente Eisenbahnstrecken in Schonen (schwedisch Ångspårvägar) bezeichneten Bahnstrecken gebaut. Dies waren Bahnstrecken, die aus Kostengründen möglichst preiswert errichtet wurden. Es wurden leichtere Schienen verwendet und im Zugbetrieb Dampftriebwagen nach diesem System eingesetzt. Dabei verrichtete der Schaffner neben seinen Aufgaben auch die des Heizers. Die Triebwagen konnten einige Güter- oder Personenwagen mitführen. Darunter waren die Bahnstrecke Tomelilla–Simrishamn und die Bahnstrecke Börringe–Anderslöv.

Einsatz bei Bergbahnen[Bearbeiten]

Bei diesem System befindet sich talseits eine in der Regel zweiachsige Lokomotive, die einen Personenwagen den Berg hinaufschiebt. Der Personenwagen besitzt dabei nur bergseitig, auf der der Lokomotive abgekehrten Seite, eigene Räder und stützt sich auf der Lokomotivseite auf dieselbe ab.

In der Schweiz wurden folgende Bahnen mit solchen Rowanzügen betrieben:

Daneben fuhr die Schwabenbergbahn in Budapest mit Rowanzügen.

Die Jungfraubahn hat im Oktober 2007 mitgeteilt, dass sie ihren letzten Rowanzug an das Bahnmuseum Kerzers/Kallnach abgeben wird.[1] Seit September 2008 steht er in Kallnach. Ein weiterer Rowanzug der Jungfraubahn kann im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern besichtigt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Rowanzug der Jungfraubahn geht in Pension. www.jungfrau.ch, 16. Oktober 2007, abgerufen am 10. Januar 2014.