Sām

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zal und Simurgh

Sām (persisch ‏سام‎) ist ein mythischer Held in der iranischen Mythologie und eine sehr wichtige Figur in dem Epos Schāhnāme. Er war der Sohn von Nariman, Enkel von Garschasp, Vater von Zal und Großvater von Rostam.

Als Zal, der Sohn von Sams, geboren wird, wagt zunächst niemand dem Vater den Sohn zu zeigen, da er mit schneeweissem Haar geboren wurde. Eine Amme fasst dann den Mut, Sam die Nachricht zu eröffnen, dass er einen gesunden Sohn habe, der allerdings mit schneeweissen Haaren zur Welt gekommen sei. Sam lehnt den Sohn zunächst ab, und lässt ihn ins Elbrusgebirge bringen, damit er dort sterbe. Doch der Vogel Simurgh, der ihn findet, nimmt ihn mit in sein Nest und zieht ihn zusammen mit seinen Kindern auf.

Aus dem Kind wird ein kräftiger junger Mann und Sam erfährt von Karawanenführern von dem "herrlichen Jüngling". Im Traum begegnet er einem Mann aus Indien, der ihm Nachricht von seinem Sohn bringt. Da bereut Sam seine Tat, und er beginnt die Suche nach Zal. In der folgenden Nacht erscheint ihm im Traum ein junger Mann mit einer seidenen Fahne als Anführer eines großen Heeres. Zwei Männer verteufeln ihn, dass er seinen Sohn der Wildnis ausgeliefert habe. Erschreckt durch den Traum macht er sich weiter auf die Suche und findet das Nest von Simurgh. Simurgh fliegt mit Zal ins Tal und übergibt ihn seinem Vater. Sam kleidet den Sohn ein und gibt ihm ein Pferd. Freudig kehren sie in die Stadt zurück.

Sam bekennt das Unrecht, das er einst an Zal begangen hat, und lässt ihn als Fürst ausbilden, damit er seine Nachfolge antreten kann.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Rückert: Firdosi's Königsbuch (Schahname) Sage I-XIII. Aus dem Nachlaß herausgegeben von E. A. Bayer. 1890. S. 136 - 145.