Schellfisch

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Schellfisch
Melanogrammus aeglefinus1.jpg

Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus)

Systematik
Acanthomorphata
Paracanthomorphacea
Ordnung: Dorschartige (Gadiformes)
Familie: Dorsche (Gadidae)
Gattung: Melanogrammus
Art: Schellfisch
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Melanogrammus
Gill, 1862
Wissenschaftlicher Name der Art
Melanogrammus aeglefinus
(Linnaeus, 1758)

Der Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus) ist ein Speisefisch aus der Familie der Dorsche (Gadidae), der in Meeren der gemäßigten Zonen vorkommt.

Merkmale[Bearbeiten]

Schellfische können bis zu einem Meter lang und 14 Kilogramm schwer werden. Ihr Oberkiefer ist länger als der Unterkiefer, der eine kurze Bartel trägt. Die Schnauze ist breiter als der Durchmesser der Augen. Die Seitenlinie ist schwarz. Oberhalb der Brustflosse befindet sich ein großer schwarzer Fleck.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Schellfisch lebt im europäischen Nordatlantik von der Biskaya über die Nordsee bis zur Barentssee und dem Weißen Meer. Außerdem kommt er in der Ostsee bis nach Bornholm, rund um Island, an der Südküste Grönlands, im westlichen Atlantik rund um Neufundland und an der Küste der nordöstlichen USA vor.

Lebensweise[Bearbeiten]

Schellfische leben dicht über dem Meeresboden in Tiefen von zehn bis 200 Metern. Sie ernähren sich von Würmern, Schlangensternen, Muscheln, Krebsen und Fischbrut; aber vor allem vom Laich der Heringe und Lodden. Die Fische laichen von März bis Juni in sehr salzigem Wasser, bei Temperaturen von 5 °C bis 7 °C, in Tiefen von 50 bis 150 Metern. Ein Weibchen kann 100.000 bis 1,5 Millionen Eier legen, die frei im Wasser schweben und langsam zur Wasseroberfläche treiben. Die Larven schlüpfen je nach Temperatur nach ein bis drei Wochen und sind dann 5 mm lang. Mit einer Länge von 5 bis 10 cm gehen sie zum Leben in der Nähe des Meeresbodens über. Nach einem Jahr sind sie 15 bis 18 cm lang. In der Nordsee werden sie bei einer Länge von 30 bis 40 cm mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif, an der Küste Nordnorwegens erreichen sie die Fortpflanzungsfähigkeit erst mit 40 bis 70 cm Länge.

Nutzung[Bearbeiten]

Der Schellfisch wird mit Schleppnetzen und Langleinen gefangen und gelangt als Frischfisch oder als tiefgefrorenes Fischfilet sowie, vor allem in Großbritannien, geräuchert auf den Markt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bent J. Muus: Die Meeresfische Europas. In Nordsee, Ostsee und Atlantik. Franckh-Kosmos Verlag, ISBN 3440078043

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Melanogrammus aeglefinus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien