Schen-Ring

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Königskartusche 
V9

šn(.w)
der Schen-Ring
V10

S
n
V9

phonetisch
Egypte louvre 091 aigle.jpg
Widderköpfiger Falke als Amulett, (Louvre Museum), mit Schen-Ringen in seinen Fängen.
Eigenname von Sethos I. in Kartusche

Mit Schenu (ägyptisch) „Kreis“ bezeichneten die Alten Ägypter einen Ring aus Seilen in kreisförmiger, später elliptischer Form mit flacher Basis. Der sogenannte Schen-Ring umschloss den in Hieroglyphen geschriebenen Thronnamen beziehungsweise den Eigennamen (Geburtsnamen) eines ägyptischen Königs (Pharao).

[Bearbeiten] Bedeutung

Die Bezeichnung „Schenu“ (šn(.w), vokalisiert š˘nŭ́w[1]) ist abgeleitet von einem Verb-Stamm „scheni“ (šnj) „umgeben, in einen Kreis einschließen“.

Die heute geläufige Bezeichnung für den Schen-Ring mit dem darin enthaltenen Königsnamen ist die (Königs- oder Hieroglyphen-)Kartusche, auch Königsring genannt. Wahrscheinlich bedeutete es dann der N.N., der umkreist wird von der Sonne, was eine vielfach gebrauchte Ausdrucksform im alten Ägypten war und wohl ein Bild für den König als Herrscher war.

Bei der Verwendung in Abbildungen und Skulpturen wird der Schen-Ring ohne hieroglyphischen Inhalt auch als Symbol für „Ewigkeit“ angesehen.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Jürgen Osing: Die Nominalbildung des Ägyptischen. Zabern, Mainz 1976, S. 203
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