Nachtmütze

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Dieser Artikel behandelt die Kopfbedeckung. Für das Synonym von Kronenkorken siehe dort. Des Weiteren gibt es ein gleichnamiges Kartenspiel, siehe Schlafmütze (Kartenspiel).
Der arme Poet mit Nachtmütze, Gemälde von Carl Spitzweg, 1839
Rotkäppchen und der böse Wolf. Auf dem Holzschnitt von Gustave Doré trägt der Wolf die Schlaufhaube der Großmutter

Eine Nachtmütze, auch Schlafmütze genannt, ist eine weiche und meist warme Kopfbedeckung, die im Bett getragen wurde, da Schlafzimmer vor Einführung der Zentralheizung nicht so gut beheizt waren wie heute, wenn überhaupt. Während die Form der Schlafmütze bei Männern einer Zipfelmütze entsprach, trugen Frauen eine Schlafhaube, deren Stoff in Falten gelegt war.

Im 19. Jahrhundert wurden Nachthauben oft in der Chirurgie verwendet, um Bandagen auf dem Kopf zu fixieren. Die Piktographie zeigt als Symbol der Nachtruhe einen Mond mit Schlafmütze.

Im übertragenen Sinn, bereits seit dem 18. Jahrhundert, versteht man unter „Schlafmütze“ auch einen langsamen, schwerfälligen, unaufmerksamen oder faulen Menschen bzw. einen Langschläfer. Auf der politischen Karikaturen ist die Schlafmütze ein Attribut des deutschen Michels.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Schlafmütze – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen