Schneeflöckchen, Weißröckchen

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Das Kinderlied Schneeflöckchen, Weißröckchen ist ein Winterlied. Da es immer wieder auch in weihnachtlichen Liedersammlungen erscheint und oftmals im Advent gesungen wird, wird es häufig als Weihnachtslied bezeichnet. Meist wird der Text als „volkstümlich“ bezeichnet – was bedeutet, dass der Name des Verfassers nicht bekannt ist. In diesem Fall ist der Ursprung des Liedes aber nachzuvollziehen. Die Urfassung stammt von Hedwig Haberkern (geb. Stenzel; 1837–1902), die zunächst Kindergärtnerin und dann Lehrerin in Breslau war. Als „Tante Hedwig“ verfasste sie Erzählungen für Kinder; 1869 erschien ihr Erstlingswerk Geschichte von der Schneewolke, in dem das Lied Schneeflöckchen vom Himmel vorkommt.

Textversionen[Bearbeiten]

Originaltext[Bearbeiten]

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Schneeflöckchen, vom Himmel
da kommst du geschneit,
du warst in der Wolke,
dein Weg ist gar weit.
Ach setz dich ans Fenster,
du niedlicher Stern,
gibst Blätter und Blumen,
wir haben dich gern!

Schneeflöckchen, ach decke
die Saaten geschwind.
Sie frieren, du wärmst sie,
so bittet das Kind.
Schneeflöckchen, Weißröckchen
so kommet doch all’,
dann wird bald ein Schneemann,
dann werf’ ich den Ball.

Das Deutsche Volksliedarchiv in Freiburg ist sicher, dass dies die erste Version des Liedes ist. Weißröckchen ist ein schlesisches Synonym für Schneeflocke. Das Lied sollte nach dem Willen der Dichterin zur Melodie des Kinderliedes Wir Kinder, wir schmecken der Freuden so viel (Text von Christian Adolph Overbeck, vertont von Wolfgang Amadeus Mozart[1]) gesungen werden. Nach 1900 wurden jedoch mehrere neue Melodien dafür komponiert, bis sich nach 1945 die heute bekannte Melodie, deren Komponist nicht bekannt ist, und die heute übliche Textfassung durchsetzten.

Heute üblicher Text[Bearbeiten]

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.

Komm setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann
und werfen den Ball.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Das Kinderspiel KV 598: Partitur und kritischer Bericht in der Neuen Mozart-Ausgabe

Literatur[Bearbeiten]

  •  Theo Mang, Sunhilt Mang (Hrsg.): Der Liederquell. Noetzel, Wilhelmshaven 2007, ISBN 978-3-7959-0850-8, S. 721 f.

Weblinks[Bearbeiten]