Schweizerdegen

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Schweizerdegen
Schweizerdolch.JPG
Angaben
Waffenart: Dolch, Schwert
Bezeichnungen: Schweizerdegen, Schweizerdolch
Verwendung: Waffe
Einsatzzeit: Spätes 15. bis 16. Jahrhundert
Ursprungsregion/
Urheber:
Schweiz, Eidgenossen
Verbreitung: Schweiz, Reisläufer
Klingenlänge: Etwa 40 cm bis etwa 70 cm
Griffstück: Holz
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Der Schweizerdegen (frühneuhochdeutsch: Schwytzertägen), auch Schweizerdolch, ist ein spätmittelalterliches Schwert, oder je nach Version, ein Dolch aus der Schweiz.

Schweizerdolch um 1570

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Schweizerdegen war eine Waffe mit charakteristischer Griffform, die im 15. Jh. auf dem Gebiet der Alten Eidgenossenschaft verbreitet war. Ursprünglich ein Dolch, verlängerte sich die Klinge im Verlauf des 15. Jh. von ca. 40 cm auf bis zu 70 cm, so dass die Waffe eine Mittelstellung zwischen Dolch und Schwert hatte. Vergleichbar ist das große Messer des deutschen Spätmittelalters sowie die späteren Faschinenmesser. Interessant ist, dass der Ruf der sprichwörtlichen Multifunktionalität des Schweizer Messers bereits auf diesen vergleichsweise simplen Vorgänger zurückgeht.

Heinrich Klenz (1900) schreibt darüber: »Schweizerdegen, sprüchwortsweise nennt man diejenigen also, welche mehr als eins erlernet, da man sie zu mehreren gebrauchen kann. Wie man von der Schweizer ihren Degen auch sagt: daß sie beyderley Art können gebraucht werden.« (gemeint ist wohl als Hieb- ebenso wie als Stichwaffe bzw. als Schwert ebenso wie als Dolch).

Literatur[Bearbeiten]

  • Hugo Schneider: Der Schweizerdolch. Waffen- und kulturgeschichtliche Entwicklung mit vollständiger Dokumentation der bekannten Originale und Kopien. Orell Füssli, Zürich 1977, ISBN 3-280-00921-9.
  • Franz Egger: Der Schweizerdolch mit dem Gleichnis des verlorenen Sohnes (Basler Kostbarkeiten, Bd. 22), Basel 2001.
  • Thomas Laible: Schwerter. Mythos und Wirklichkeit. (Technik, Geschichte, Schwertkampf, Schwertschmieden, Filmschwerter. Alles über europäische Schwerter vom Mittelalter bis „Der Herr der Ringe“). Wieland Verlag GmbH, Bruchmühl 2006, ISBN 3-938711-05-1, S. 121.

Weblinks[Bearbeiten]