Stichwaffe

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Pariser Stoßdegen, entstanden in Frankreich um 1750

Eine Stichwaffe ist eine Stoßwaffe, die zu einem Punkt hin spitz zuläuft und es dem Angreifer erlaubt, in einen Körper einzustechen und dadurch einen Gegner zu verletzen oder zu erstechen. Sie gehört zu den so genannten Blankwaffen, die mit der Muskelkraft des Besitzers geführt werden.

Wie eine Hiebwaffe kann eine Stichwaffe auch eine Schneide haben. Die Übergänge zwischen den Hieb- und den Stichwaffen sind oft fließend, da beispielsweise ein Säbel sowohl zum Schlag gegen einen Gegner als auch zum Stechen eingesetzt werden kann. Selbst typische Stichwaffen, wie etwa das Bajonett, existieren in verschiedenen Ausführungen, die nicht selten auch den Einsatz als Hiebwaffe erlauben. Eine Hellebarde und viele andere Waffen verbinden sogar die verschiedenen Funktionen dadurch, dass sie aus mehreren Klingen zusammengesetzt sind.

Zu den Stichwaffen der älteren Zeit gehören der Speer, der Spieß (Pike), die Hellebarde, die Glefe, das Spetum, der Dreizack, der Vierzack, die Partisane, der Dolch, das Messer und verschiedene Schwertformen. Stichwaffen der Neuzeit sind die Lanze, der Degen, das Florett, das Rapier, der Pariser, der Pallasch, das Bajonett und die bajonettförmigen Seitengewehre der Infanterie.

[Bearbeiten] Literatur

  • Jan Sach: Illustriertes Lexikon der Hieb- und Stichwaffen. Erlangen 2001. ISBN 3-89555-792-7
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