Shenandoah (Band)

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Shenandoah
Allgemeine Informationen
Genre(s) Country-Musik
Gründung 1984
Gründungsmitglieder
Jim Seales
Mike McGuire
Ralph Ezell (bis 1996 und 2002–2007)
Gesang, Gitarre
Marty Raybon (bis 1997)
Stan Thorn (bis 1995)
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Jim Seales
Schlagzeug
Mike McGuire
Gesang, Gitarre
Curtis Wright (ab 1997)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Rocky Thacker (1996–2002)
Gesang
Brent Lamb (1996–2002)

Shenandoah ist eine aus Muscle Shoals, Alabama stammende Countrymusik-Formation.

Werdegang[Bearbeiten]

Anfang der achtziger Jahre fanden sich in Muscle Shoals, Alabama, die Musiker Jim Seales, Stan Thorn und Mike McGuire zusammen. Alle drei stammen aus südlichen Bundesstaaten der USA und verfügten über Erfahrungen in anderen Gruppen. 1985 wurden sie Hausband des MCM-Clubs und nannten sich entsprechend MGM Band. Verstärkt wurden sie durch den Sänger Marty Raybon und den Bassisten Ralph Ezell. Eines Tages luden sie den befreundeten Songwriter Robert Byrne zu einer Vorstellung ein. Dieser war beeindruckt und brachte sie mit Rick Hall, dem Chef der bekannten Fame Studios, zusammen. Es wurde ein Demo-Band mit sieben Songs produziert, das schließlich zu einem Schallplattenvertrag mit dem Columbia-Label führte.

Karriere[Bearbeiten]

Zunächst wurde von der Schallplattenfirma der Gruppename in Shenandoah geändert. 1987 erschien ihr Debüt-Album gleichen Namens, das hauptsächlich aus den sieben Songs des Demo-Bands bestand. Einige ausgekoppelte Singles erreichten mittlere Plätze der Country-Top-100. Ihre erste Top-10-Platzierung schafften sie ein Jahr später mit Mama Knows, das dem zweiten Album, The Road Not Taken, entnommen wurde. 1989 gelangen ihnen drei Nummer-1-Hits: Church On Cumberland Road, Sunday In The South und Two Dozen Roses.

Auch die nächsten Singles waren erfolgreich. 1990 wurden sie von der Academy of Country Music als „Gruppe des Jahres“ ausgezeichnet. Ein Jahr später kam es zu Rechtsstreitigkeiten wegen des Namens „Shenandoah“, der von mehreren anderen Bands beansprucht wurde. Die Prozesse brachten sie an den Rand des Ruins, da sie gleichzeitig ihren Schallplattenvertrag verloren, konnten letztendlich aber gewonnen werden. Doch ihre bodenständige Country-Musik, die sich wohltuend vom Mainstream ihrer Konkurrenten unterschied, war weiterhin gefragt, und so konnte man bereits 1992 beim RCA Label weitermachen.

Aus ihrem ersten Album für die neue Plattenfirma, Long Time Comin’, wurden zwei Top-20-Singles ausgekoppelt. 1994 gelang mit If Bubba Can Dance (I Can Too) ein weiterer Nummer-1-Hit. Im gleichen Jahr wechselte die Band zum Liberty Label. Obwohl es einige Anfangserfolge gab, ließen die Verkaufszahlen bald nach. Eine gemeinsame Produktion mit Alison Krauss brachte 1996 einen CMA Award und einen Grammy ein. Wenig später verließ der Leadsänger Marty Raybon Shenandoah.

Marty Raybon gründete gemeinsam mit seinem Bruder Tim ein Country-Duo mit dem naheliegenden Namen Raybon Brothers. Mit ihrer Single Butterfly Kisses erreichten sie 1997 Platz 22 der Country Charts, ein weiterer Erfolg war ihnen jedoch nicht beschieden, so dass sich Marty wieder um seine Solo-Karriere kümmerte. Neben der für Shenandoah typischen Mischung aus New Traditionalist und Rockabilly beherrschte er auch das Bluegrass-Fach und machte sich bald einen Namen in der Christian Country-Szene. Seit seiner Trennung von Shenandoah veröffentlichte er drei Alben, die bei Kritikern höchste Anerkennung fanden.

Die verbleibenden Bandmitglieder engagierten währenddessen Brent Lamb als Lead Singer und Gitarrist Rocky Thacker für Neuaufnahmen. Brent, der aus der christlichen Musikszene stammt, hatte Mitte der 1990er Jahre mit No Excuses, No Regrets schon einmal ein chartrelevantes Country-Album aufgenommen und arbeitete immer wieder mit verschiedenen Countrygruppen zusammen. Für eine kleinere Plattenfirma produzierten sie das Album Shenandoah 2000, das überwiegen Country-Pop-Balladen enthielt. Die Single What Children Believe erreichte eine Chart-Notierung. 2002 kehrte Gitarrist Ralph Ezell zurück und mit Curtis Wright wurde ein neuer Lead Singer verpflichtet.

Curtis Wright, der ebenfalls Anfang der 90er Jahre eine Solokarriere versucht hatte, schrieb früher für Shenandoah die Hits Next to You, Next to Me und Rock My Baby und war als Background-Sänger u.a. für Vern Gosdin tätig. Die Band tourte quer durch die Staaten und veröffentlichte 2006 das Studioalbum Journeys

Am 30. November 2007 verstarb Bassist Ralph Ezell 54-jährig infolge eines Herzinfarkts in South Dakota.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1987 - Shenandoah (Columbia)
  • 1989 - The Road not Taken (Columbia)
  • 1990 - Extra Mile (Columbia)
  • 1992 - Long Time Comin’ (RCA)
  • 1993 - Under zhe Kudzu (RCA)
  • 1994 - In the Vicinity of the Heart (Liberty)
  • 1995 - The Best Of Shenandoah (RCA)
  • 1996 - Now and Then (Capitol)
  • 2000 - 2000 (Free Falls)
  • 2006 - Journeys (Cumberland Road)

Singles (Auswahl)[Bearbeiten]

  • They Don't Make Love Like We Used To (1987); #54, US Country
  • Stop the Rain (1987); #28, US Country
  • She Doesn't Cry Anymore (1988); #9, US Country
  • Mama Knows (1988); #5, US Country
  • The Church on Cumberland Road (1989); #1, US Country
  • Sunday in the South (1989); #1, US Country
  • Two Dozen Roses (1989); #1, US Country
  • See If I Care (1990); #6, US Country
  • Next to You, Next to Me (1990); #1, US Country
  • Ghost in This House (1990); #5, US Country
  • I Got You (1991); #7, US Country
  • The Moon Over Georgia (1991); #9, US Country
  • When You Were Mine (1991); #38, US Country
  • Rock My Baby (1992); #2, US Country
  • Leavin’s Been a Long Time Comin’ (1992); #15, US Country
  • Hey Mister (I Need This Job) (1992); #28, US Country
  • Janie Baker’s Love Slave (1993); #15, US Country
  • I Want to Be Loved Like That (1993); #3, US Country
  • If Bubba Can Dance (I Can Too) (1994); #1, US Country
  • Somewhere in the Vicinity of the Heart (mit Alison Krauss) (1994); #7, US Country
  • Darned If I Don't (Danged If I Do) (1995); #4, US Country
  • Heaven Bound (I’m Ready) (1995); #24, US Country
  • Always Have, Always Will (1995); #40, US Country
  • All Over But the Shoutin’ (1996); #43, US Country
  • What Children Believe (2000); #65, US Country

Quellen[Bearbeiten]

  1. The Tennessean: Shenandoah bass player dies vom 3. Dezember 2007 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]