Shinji Shūmeikai

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Shinji Shūmeikai (jap. 神慈秀明会, kurz auch: Shūmei) ist eine neue religiöse Bewegung in Japan. Shinji bedeutet „göttliche Liebe“, shūmei bedeutet „höchstes Licht“ und Kai bedeutet „Organisation“.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben widmet sich Shinji Shūmeikai der Schaffung eines idealen Zustands von Gesundheit, Glück und Harmonie durch die Anwendung der Weisheiten und Einsichten des spirituellen Lehrers, Mokichi Okada (1882-1955), den seine Mitglieder auch „Meishūsama“ nennen. Mokichi Okada lehrte, dass eine Welt frei von Krankheit, Armut und Zwietracht durch die Ausübung der spirituellen Heilkunst Jyorei, die Wertschätzung von Kunst und Schönheit und die Praxis der „Natürlichen Landwirtschaft“ möglich sei.

Geschichte[Bearbeiten]

Mokichi Okada gründete die Church of World Messianity (Sekai Kyūsei Kyō, Abk. „COWM“). Aus dieser ist 1970 Shinji Shūmeikai hervorgegangen, die von Okadas Schülerin Mihoko Koyama gegründet wurde. 1997 eröffnete die Bewegung in Kōka das Miho-Museum.[1] In diesem Jahr (1997) umfasste Shinji Shumeikai etwa 400.000 Mitglieder.[2]

In Deutschland gib es inzwischen in Berlin, Frankfurt am Main und Bad Nauheim „Shūmei-Zentren“.

Kritik[Bearbeiten]

Das Untersuchungskomitee für Sekten der französischen Nationalversammlung stufte Shinji Shūmeikai France 1995 als Sektenbewegung mit weniger als 50 Anhängern ein.[3] Es soll auch ein „Shinji Shumeikai Victims’ Association Network“ (Netzwerk der Shūmei-Opfer) geben.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tempel für die Kunst. focus.de. Abgerufen am 16. September 2008.
  2.  Boehm: Der alte Mann und der Berg. In: Der Spiegel. Nr. 48, 1997, S. 247 (24. November 1997, online).
  3. Übersetzung des französischen Sektenberichtes von Herbert Raab auf Grundlage der englischen Fassung
  4. Shinji Shumeikai. thecenters.org. Abgerufen am 16. September 2008.