Si vis pacem para bellum

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Si vis pacem para bellum ist ein lateinisches Sprichwort. Wörtlich übersetzt lautet es: „Wenn du (den) Frieden willst, bereite (den) Krieg vor.“ (Im Deutschen sind Übersetzungen mit oder ohne Artikel möglich.) Andere Übersetzungsversionen sind: „Wenn du Frieden willst, rüste zum Krieg.“[1] oder „Wer den Frieden sucht, bereite den Krieg (vor).“

Alle Varianten des Sprichworts leiten sich vom Sinn als auch vom Wortlaut her von dem Spruch "Si vis pacem para bellum" ab. Es handelt sich um die Quintessenz der 7. Philippica, einer nach allen Regeln der Rhetorik gehaltenen Grundsatzrede von Marcus Tullius Cicero Mitte Januar 43 v. Chr. vor dem römischen Senat.[1] Darin stellt er sich zunächst als Anwalt des Friedens vor. Anschließend legt er dar, warum ein Friede mit Marcus Antonius erstens schimpflich, zweitens gefährlich und drittens unmöglich sei.

Die Grundidee findet sich schon bei Platon (Nomoi / Gesetze VIII); außerdem kommt sie bei Ciceros Zeitgenossen Cornelius Nepos vor (Epaminondas 5, 4). Am nächsten kommt dem Satz der römische Militärschriftsteller Flavius Vegetius Renatus (um 400 n. Chr.) im Vorwort zu Buch III seines De re militari:

„Qui desiderat pacem, bellum praeparat“

„Wer (den) Frieden wünscht, bereitet (den) Krieg vor.“

In der Moderne entstand aus dem Spruch das waffentechnische Warenzeichen Parabellum.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Wilfried Stroh: Cicero. Redner, Staatsmann, Philosoph (= Beck'sche Reihe. Bd. 2440). Beck, München 2008, S. 114