Silbertetrafluoroborat

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Strukturformel
Strukturformel von Silbertetrafluoroborat
Allgemeines
Name Silbertetrafluoroborat
Andere Namen
  • Silber(I)-tetrafluoroborat
  • Tetrafluoroborsäure Silbersalz
Summenformel AgBF4
CAS-Nummer 14104-20-2
PubChem 159722
Kurzbeschreibung

weißer, fast geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 194,67 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

70−73 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​301+330+331​‐​305+351+338​‐​309+310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1][2]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Silbertetrafluoroborat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Fluorborate und das Silbersalz der Tetrafluoroborsäure.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Silbertetrafluoroborat kann durch Reaktion von Bortrifluorid mit Silber(I)-oxid in benzolischer Suspension unter der Bildung von Silbermetaborat gewonnen werden.[4]

\mathrm{2 \ Ag_2O + 4 \ BF_3 \longrightarrow  3 \ Ag[BF_4] + AgBO_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Silbertetrafluoroborat ist ein lichtempfindlicher, hygroskopischer, weißer, fast geruchloser Feststoff, der löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Silbertetrafluoroborat wird als Katalysator für Nitrierungen, Acylierungen und Sulfonierungen verwendet. Durch seine Fähigkeit zur Bildung von Komplexverbindungen mit Olefinen und Aromaten wird es für Separationsprozesse dieser Verbindungen verwendet. Es ist auch ein sehr guter Aktivator von Glycosyl-Donoren.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 14104-20-2 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 31. Dezember 2012 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Silbertetrafluoroborat bei Merck, abgerufen am 31. Dezember 2012.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Quelle: Darstellung von Silber(I)tetrafluoroborat(III) Ag(BF4), Andreas J. Wagner, Philipp von den Hoff, 26. Juli 2004 (PDF; 202 kB)
  5.  Herbert W. Roesky: Efficient Preparations of Fluorine Compounds. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 111840942-6, S. 43 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).